NSU
Nicht nur ein amerikanisches Phänomen

Demonstration. Polizeigewalt ist nicht nur ein US-amerikanisches Problem. Zum Gedenken an George Floyds sechs-monatigen Ablebens wurde in Bochum demonstriert. 

Neuer Polizeipräsident in Bochum
Neuer Mann an der Uhlandstraße: Lukat ist der falsche Mann für Bochum. Bild: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Kommentar. Mit Jörg Lukat kommt Innenminister Reuls Wunschkandidat als Polizeipräsident nach Bochum. Seine Vita ist fragwürdig.

Nach „Soul Kitchen“ oder „Tschick“ der neue Streifen von Fatih Akin: „Aus dem Nichts“
Glücklich verheiratet: Aber der NSU-Terror reißt in Fatih Akins neuem Film „Aus dem Nichts“ die Familie auseinander. Bild: Warner Bros

Film. Fatih Akins „Aus dem Nichts“ soll als deutscher Kandidat ins Oscar-Rennen gehen – und das nicht ohne Grund. Ein Film über das Leid einer Witwe in drei Akten.

„Pogrom91“: Webdoku schlägt Brücke von Hoyerswerda bis heute
Sprachen mit ZeitzeugInnen: Matthias (l.) und Jan, die Initiatoren von „Pogrom91“. Foto: lor

Die Bilder sind bekannt: Brennende Häuser, Schreie, Jubel der Zuschauenden – Szenen, die sich vor 25 Jahren im sächsischen Hoyerswerda ereigneten, als Rechte ein Geflüchtetenheim und eine Unterkunft für Vertragsarbeitende angriffen. Die im Bahnhof Langendreer vergangene Woche vorgestellte Initiative „Pogrom91“ arbeitet die Ereignisse auf und sucht nach Parallelen zu heute.

Anders als bei NSU und Co: Wie ermitteln die Behörden von Bund und Ländern in der linken Szene?
Schwarzer Block bei einer Demo: Wie viele von diesen Autonomen sind in Wirklichkeit Polizeibeamte? Foto: Autonome NewsflasherInnen (CC BY-SA 2.0 de)

Durch die NSU-Morde und deren parlamentarische Aufklärung ist die Öffentlichkeit recht gut im Bilde über den Einsatz von staatlichen Spitzeln in der rechts-radikalen Bewegung. Die Enttarnung der verdeckten Ermittlerin Astrid O. wirft aktuell Fragen über Spitzel in der linken Szene und deren dortige Tätigkeit auf.

Elfriede Jelineks „Das schweigende Mädchen“ über den NSU-Terror feiert in Dortmund Premiere
Wir wollen Bullen-Wagen klauen und die Zschäpe demolieren: In der Aufführung von Jelineks „Das schweigende Mädchen“ mobilisieren Engel zur wütenden Totenklage. Foto: Birgit Hupfeld

Wenn Beate Zschäpe unmenschlich von Liebe faselt, bleibt nur die menschliche Wut: In der Premiere von Elfriede Jelineks „Das schweigende Mädchen“ in Dortmund wird zur Mobilmachung des heiligen Zorns geblasen.