Mobilität an der RUB
Rikscha-Sharing und Stromerzeugung per Drahtesel sollen Mobilitätskonzept abrunden
Hier könnte schon bald der Strom für das Studierendenhaus produziert werden: Der AStA plant ein Pedalkraftwerk. Darstellung: joop

Leihfahrräder, Car-Sharing, VRR-Verhandlungen – wenn es um die Mobilität der Studierenden geht, scheut der AStA der Ruhr-Uni Bochum weder Kosten noch Mühen. Der neueste Coup ist ein Verleihdienst für Fahrrad-Rikschas. Auch ein Pedalkraftwerk steht zur Debatte.

Die Listen über Mobilität auf dem Campus und im Ruhrgebiet
Was tun gegen überfüllte U-Bahnen? Foto: mb

Das Thema Mobilität ist derzeit in aller Munde: Metropolräder, Carscharing und der drohende Verlust des Semestertickets. Was halten die Listen für Lösungen bereit?

Satire: Dank CarSharing und Drive-In zu einer autofreundlichen RUB
Eine autofreundliche RUB könnte so schön sein. Grafik: joop

Nichts geht mehr auf der Universitätsstraße: Sowohl aus der Innenstadt als auch aus Richtung Autobahn haben sich lange Fahrzeugschlangen gebildet, alle streben zur Ruhr-Uni. Warum nur?, fragen sich die paar Wagemutigen, die sich heute noch den Fußweg von der verfallenen U35-Station über die marode Unibrücke zutrauen. Da sehen sie auch schon die Antwort an der Stelle, wo einst das MZ stand, auf einem gigantischen Werbe-Bildschirm leuchten: Heute Eröffnung des RUB-Drive-In.

Als die volle U35 ein Segen gewesen wäre

Mobilität bedeutet Beweglichkeit, Flexibilität und heutzutage vor allem die Möglichkeit, jederzeit den Standort zu wechseln, sprich mobil zu sein. Betrachtet man die Anfangszeit der Ruhr-Universität Bochum – wir sprechen dabei über die 1960er Jahre – mussten die Menschen schon sehr kreativ sein und Strapazen auf sich nehmen, um Europas größte Baustelle zu erreichen und dort von A nach B zu kommen. Ohne Semesterticket und mit eingeschränktem Bahnverkehr ging es zu einem Gelände, das eher einer Kraterlandschaft ähnelte als einem Zentrum für Wissenschaft: die RUB in den Anfängen – eine etwas andere Universität.

:bsz-Kolumne

Alle Wege führen ja bekanntlich nach Rom. Das ist einerseits, ob der wirklich sehenswerten und geschichtsträchtigen Stadt, ganz wunderbar, andererseits jedoch für die allermeisten Menschen nicht wirklich zielführend. Wäre es nicht wesentlich angenehmer, dieses geheime und unumstößliche Navigationssystem führte uns regelmäßig an einen Ort, der nicht nur wesentlich häufiger auf unserer Reiseroute steht, sondern auch für den Normalsterblichen nur unter erschwerten Bedingungen zu erreichen ist? Wie wäre es also mit „Alle Wege führen an die RUB“?