Menschenrechte
Manche sind eben gleicher
Symbolbild

Kommentar. Weltweit befinden wir uns in einem Ausnahmezustand, doch wer sind die wirklichen Leittragenden der Pandemie? Es zeichnet sich ab, dass immer mehr Black, Indigenous, and People of Colour (BIPOC) dem Virus in verschiedenster Form zum Opfer fallen. 

#LeaveNoOneBehind
Der Katastrophe überlassen: Die geflüchteten Menschen an den europäischen Außengrenzen haben kein #zuHause, von der europäischen  Solidarität sind sie ausgeschlossen.  Bild:bena

mafa---autorinnenbild.jpgKommentar. Singende Menschen und europäische Gefälligkeiten – der während der Pandemie beschworene Zusammenhalt der Völker macht spätestens an den europäischen Außengrenzen Halt.

Für die (Presse)Freiheit
Schreiben, koste es, was es wolle: Yücels Buch „Agentterrorist“ ist seit Oktober im Verlag Kiepenheuer & Witsch erhältlich.Symbolbild

Presserecht. Der Journalist Deniz Yücel saß ein Jahr in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis, weil er regimekritisch berichtete. Seine Dokumentation „Agentterrorist“ stellte er im Schauspielhaus vor.

Historische UN-Entscheidung
Staatliche Bildung: Ein Grundrecht, das nicht kommerzialisiert werden darf. Bild: freepik, Bearbeitung: sat

Am 11. Juli beschloss der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) in einer Resolution, dass alle Staaten in die Regulierung der privaten und stärker in die staatlichen Bildungsträger investieren müssen. Negative Auswirkungen auf die Kommerzialisierung der Bildung sollen so vermindert werden.

In der Türkei haben die AlevitInnen es zunehmend schwerer
Engagiert für die alevitische Jugend: Der Bundesvorstand des BDAJ.

Die Türkei wird hierzulande meist als ein Land mit religiös homogener Bevölkerung wahrgenommen. Dabei zählen zu den 80 Millionen EinwohnerInnen neben der sunnitisch-islamischen Mehrheit auch geschätzt 10 bis 15 Millionen Angehörige des Alevitentums. In der türkischen Gesellschaft hatten die AlevitInnen schon immer einen schweren Stand. Seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli hat sich ihre Situation jedoch deutlich verschlechtert. Patrick Henkelmann fragte für die :bsz daher bei der alevitischen Jugendorganisation BDAJ nach.

Christenverfolgung in Nordkorea, Afrika und dem Mittleren Osten
Verbrechen an den Menschenrechten :  Zahlen zur Christenverfolgung laut Opendoors.de aus dem Weltverfolgungsindex 2016. Bild: alx

Menschen werden aufgrund ihres Glaubens immer noch verfolgt – und dazu gehören auch Christen. Dem Weltverfolgungsindex 2016 des Open Doors Deutschland e. V. zufolge seien dies inzwischen 100 Millionen. Zu den TäterInnen gehören Terrororganisationen wie der Islamische Staat oder Boko Haram, noch stärker aber Staaten, wie Nordkorea – der traurige Spitzenreiter.

Wie steht Amnesty International in Bochum und Dortmund zur Prostitution?

Vergangene Woche hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) beschlossen, sich im Interesse der SexarbeiterInnen zukünftig auch für die Entkriminalisierung der Prostitution einzusetzen. Bereits die interne Diskussion im Vorfeld hatte international Aufsehen erregt und eine heftige Debatte ausgelöst. Die :bsz hat aus diesem Anlass die AI-Gruppen in Bochum und Dortmund zu ihrer Einschätzung des Beschlusses sowie zum Thema Frauenrechte befragt.

Todesstrafe: China schweigt und der Iran rückt auf Platz 1, die USA auf Platz 4
AI zieht traurige Bilanz: Weltweit ignoriertes Menschenrecht von Unversehrtheit und Leben. Quelle: Amnesty International

Amnesty International (AI) hat den aktuellen Bericht zur Todesstrafe für 2014 veröffentlicht. Weltweit ging die Zahl der vollstreckten Hinrichtungen zurück, dennoch wurden häufiger Todesurteile verhängt. Der Bericht offenbart die unmenschliche Praxis von Staaten und enthüllt trotzdem nur einen Bruchteil dessen, denn der Spitzenreiter fehlt: Geheimniskrämer China.

Tag der Menschenrechte

Jedes Jahr veröffentlicht die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ihren Jahresbericht zur Lage der Menschenrechte auf der Welt – und jedes Jahr zeigen sich die Medien betrübt, denn Verletzungen dieser Rechte finden sich überall auf der Welt.

Amnesty International stellt Bericht zu Gezi-Protesten und staatlichen Repressionen vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat vergangene Woche die türkische Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan für ihren Umgang mit den Protesten von 2013 heftig kritisiert. Vor einem Jahr eskalierte in Istanbuls Innenstadt durch Polizeigewalt eine Demonstration von UmweltschützerInnen gegen ein geplantes Bauprojekt auf dem Gelände des Gezi-Parks. In Folge dessen kam es monatelang zu landesweiten Protesten gegen die Regierung, an denen insgesamt über 3,5 Millionen Menschen teilnahmen. Dabei ereignete sich vielfach weitere Polizeigewalt sowie eine bis heute fortgesetzte Kriminalisierung von friedlichen Oppositionellen.