Medienkritik
derblindefleck.de offenbart die ignorierten Themen der Massenmedien
And the winner is …: Was die brisantesten medial totgeschwiegenen Themen waren, lest Ihr im Artikel. Quelle: derblindefleck.de

Die INA (Initiative Nachrichtenaufklärung) hat auf ihrer Website die Top 10 der vernachlässigten Themen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Ziel des Vereins ist es, die deutsche Öffentlichkeit über die aktuellen Missstände zu informieren und Debatten anzuregen. An Kritik für den modernen Journalismus und die Politik mangelt es dabei nicht.

Gegendruck oder Mainstream: Sinn und Unsinn von Studierendenzeitungen
Ob er sie wohl gelesen hätte? Che Guevara und die :bsz haben einiges gemeinsam. Illustration: mar

„Ihr größtes Problem ist die mangelnde Motivation der Gremienmitglieder zur Mitarbeit, weswegen  (…) die Artikel von minderer journalistischer Qualität bleiben.“

— Wikipedia-Definition der Studierenden-Zeitungen

Studierendenzeitungen haben etwas von Che-Guevara-Konterfeis. Sie erwecken zumindest an der Oberfläche den Eindruck von etwas Alternativem, gar Rebellischem. Genauso wie das ikonische Che-Guevara-Porträt, das in jeder (Studi-)WG aushängt, die links erscheinen will, ohne konsequenterweise links sein zu müssen. Ist, was subversiv erscheint, nur subversive Marktstrategie? Im Falle des argentinischen Revoluzzers ist es eigentlich schon Gemeinplatz: Egal ob auf T-Shirts, Flaggen oder Tassen – der Markt sucht die Leitfigur der kubanischen Revolution fast konterrevolutionär heim. Das steht fast allegorisch für den Zustand von Studierendenzeitungen, die – nicht unbegründet – fast rudimentär alternative Assoziationen erwecken.