Medien
Behauptungen aufstellen: Fremdenfeindlichkeit damit stützen?
Tatort: Für viele Studierende ein täglich Heimweg. Foto: kac

Am 16. November wurde in unmittelbarer Uninähe eine junge Chinesin vergewaltigt. Die Epoch Times (ET), ein internationales Online-Magazin, das sich besonders auf China spezialisiert hat, berichtet am 22. November, dass ein Asylbewerber das Sexualdelikt begangen habe.

:bsz-Drogenreihe: Psychoaktive Wundermittel oder gefährliche Nervengifte? Die Neurobiologie hinter Drogentrips
In der Drogenreihe befasste die :bsz sich sowohl mit Volksdrogen wie Nikotin und Alkohol als auch mit härterem Stoff. Foto: kac

Ob illegale Substanzen wie Ecstasy, Crystal Meth und Kokain oder Volksdrogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein, in unserer Drogenreihe standen sie alle einmal im Rampenlicht. Zum Abschluss dieser langen Artikelserie stellt sich vor dem Hintergrund des Falls Volker Beck, der wegen Berichten über einen angeblichen Drogenfund bei ihm von seinen Ämtern zurückgetreten war, jedoch die Frage, was für eine Art von Berichterstattung dem Thema Drogen eigentlich angemessen ist.

Macht auf Facebook: US-„Playboy“ will künftig auf Nippel verzichten
Im Playboy der Zukunft: "Summa cum laude – Unser RUB-Bunny schwitzt, damit Sie ins Schwitzen kommen". Foto: mar/kac
Erotik, Lifestyle, Reportagen: Mit billigen Schmuddelheftchen hat der „Playboy“ nichts gemein. Wichtigster und bekanntester Bestandteil waren jedoch schon seit der ersten Ausgabe im Dezember 1953 die Aktfotos junger Frauen.
Das Magazin prägte über Jahrzehnte hinweg das Frauen- (und Männer-)Bild der westlichen Gesellschaft entscheidend mit. Nun hat sich das US-Original entschieden, auf blanke Busen und Boppes zu verzichten. Obwohl die deutsche Redaktion nicht mitzieht, diskutieren wir die Entscheidung einer der wichtigsten Zeitschriften der Gegenwart (Kommentar von Stephanie Lux und von Stammgastautor Patrick Henkelmann).
 
Diës und das: 27. Oktober
Schallplatten, Kassette und mittlerweile vielleicht sogar die CD gehören zu den Datenträgern, die inzwischen veraltet sind. 
 
Bücher sind für JournalistInnen in der Regel kein lukratives Geschäft
Andrea Röpke (l.) und Frank Überall (r.) sprachen auf der Frankfurter Buchmesse über den Stellenwert von investigativem Journalismus auf dem Buchmarkt. Fotos: dh

Die Deutschen sind durchschnittliche LeserInnen. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse bescherte ein Pisa-Test für Erwachsene das wenig überraschende Ergebnis. Doch auf der mit 7.300 Ausstellern aus rund 100 Ländern größten Buch- und Medienmesse der Welt gab man sich zuversichtlich: Zwar werden im medialen Wandel die Karten auf dem Buchmarkt neu gemischt – so der Tenor – doch biete dies auch große Potentiale. Fakt ist: Noch nie war das Publizieren so einfach wie im Zeitalter des E-Books. Aber wem nützt das? Abseits von LiteraturpreisträgerInnen, Comicstars, und Promibiografien fristen z. B. journalistische Publikationen ein relativ unbeachtetes Dasein. Die Sachbuch-AutorInnen Andrea Röpke und Frank Überall haben in Frankfurt erklärt, warum der vierten Gewalt im Staat auch neue Verbreitungswege wenig nützen.

The Big Bang Theory – ein Urknall der Vorurteile
Ein bisschen Spaß muss sein – auch, wenn er auf Kosten anderer geht? Foto: ck

Zwischen 1926 und 1951 drehte das us-amerikanische Komiker-Duo „Laurel und Hardy“ 106 Filme. Im deutschsprachigen Raum wurden Stan Laurel und Oliver Hardy unter der Bezeichnung „Dick und Doof“ bekannt. Dass man mit signifikanten körperlichen Merkmalen, (gemimt) eingeschränkter geistiger Leistungsfähigkeit sowie zahlreichen Klischees und Vorurteilen im Kino und Fernsehen richtig Kasse machen konnte und kann, ist eine historisch verbriefte Tatsache. Auch die amerikanische TV-Serie „The Big Bang Theory“ zeigt, dass es noch immer ganz normal zu sein scheint, sich öffentlich und medial auf Kosten anderer zu belustigen.

WAZ schafft Lokalredaktion für den Kreis Recklinghausen ab
Westdeutsche Allgemeine Zeitung: Vollgestopft mit fremden Inhalten. Foto: koi

Erst Dortmund, jetzt der Kreis Recklinghausen: Nachdem die Westfälische Rundschau ihren Dortmunder Lokalteil abgewickelt hat, stampft nun auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) Lokalteile im Ruhrgebiet ein. Ersetzt werden diese durch Inhalte der Konkurrenz, in diesem Fall des Marler Medienhauses Bauer. Die RedakteurInnen und freien MitarbeiterInnen sind entsetzt, während die LeserInnen gar nicht erst informiert werden.

Zensur in Kinderbüchern – oder wie aus dem Negerkönig der Südseekönig wurde
Nicht nur diese Passage sorgt für Kontroversen: „Neger“ und andere Bezeichnungen müssen der politischen Korrektheit weichen. Bild: clu

Im Dezember sorgte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) für Diskussionen – nicht nur in Elternforen: Sie erklärte, ihrer Tochter beim Vorlesen heikle Begriffe synchron zu übersetzen, „um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen“. Doch das wird bald gar nicht mehr nötig sein: Immer mehr Verlage haben bereits in der Vergangenheit damit begonnen, umstrittene Begriffe wie „Negerkönig“ (Pippi Langstrumpf) oder „Zigeuner“ durch harmlose Bezeichnungen wie „Südseekönig“ zu ersetzen oder ganz zu streichen. Jetzt hat der Thienemann-Verlag bekanntgegeben, seine Kinderbuchklassiker wie Otfried Preußlers „Kleine Hexe“ zu überarbeiten, Begriffe wie „Negerlein“ und „Chinesenmädchen“ zu ersetzen. Zeitgemäße Korrektur oder einfach nur Zensur?

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