München
Lange Tradition und wirtschaftlicher Faktor

Tradition. Ob diese Märkte nun das Präfix Weihnachts- oder Winter- tragen: Was gemeint ist, wissen alle.  Doch die Tradition ist meist unbekannt. Der „Real German Weihnachtsmarkt“ hat es schon in die USA geschafft, auch in Shanghai und Australien schlemmen die Menschen bei teilweise sommerlichen Temperaturen gebrannte Mandeln und Glühwein.

Ruhr Phoenixe spielten um EM-Teilnahme
Voller Körpereinsatz und eine Leidenschaft für den Sport: Max-Erik Schulze-Steinen am Ball kämpft für das Bochumer Quidditch-Team um die EM-Qualifikation. Foto: Jaqueline Hohlmann

Sport: Von der Fiktion aufs Feld: Quidditch ist der Volkssport der Harry-Potter-Fangemeinde. Bei den diesjährigen Winterspielen waren auch zwei RUB-Teams dabei.

Quidditch-Winterspiele in München
Enttäuscht, aber dennoch stolz : Die beiden Teams der Bochumer Quidditchmannschaft Ruhr Phoenix. Foto: Johannes Göbel

Sport: Quidditch-Teams der RUB qualifizieren sich nicht für Europameisterschaften. Beide Teams sind aber in den Top 10 gelandet.

„ExpertInnen“ meckern über Ballerspiele
Bekannter Blickwinkel: aus dieser Perspektive werden in Ego-Shootern Gefechte ausgetragen und Kampagnen gespielt. Bild: ken

Die Amokläufe in Würzburg und München sorgten für einen medialen Aufschrei nach den Ursachen solcher Gewaltbereitschaft. Schnell fielen ExpertInnen und PolitikerInnen in ihren alten Erklärhabitus zurück und trieben wieder die seit 2002 anhaltende Debatte um sogenannte „Killerspiele“ an. Ein Verbot dieser Spiele würde auch die Amokläufe verhindern, argumentiert etwa an prominentester Stelle der Innenminister de Maizière nach den Angriffen. Anstatt jedoch an den Kern zu stoßen, wird so nur ein alter Sündenbock reanimiert. Deutsche 08/15-Politik? Intelektuelle Ohnmacht?

Kommentar: Killerspiele als Ursache für Amokläufe und Gewalt?
So wird man zum Killer: Mit der Waffe rumrennen und Arznei einsammeln. Foto: euli

Die durch den Amoklauf von München wieder hochgekommene Debatte um das Verbot von „Killerspielen“ ist eine grauenhafte Angelegenheit. Dass der Amokläufer aus München „Counter Strike“ gespielt hat, mag ja sein, doch machen es sich sogenannte ExpertInnen und PolitikerInnen sehr einfach, wenn sie an ihrer monokausalen Erklärung festhalten und die Verantwortung im Sündenbock Killerspiele sehen.