Mülheim an der Ruhr
Der große :bsz-Weihnachtsmarkt-Check
Schloss Broich: Im Schneegestöber durch mittelalterliche Szenerie schlendern. Bild: ken

Klirrende Kettenhemden und brennende Fackeln am Eingang. Zwei Ritter bewachen das Tor zum Schloß Broich. Im Innern ein Spektakel – Mäuseroulette, GauklerInnen, Sackpfeifen und Trommeln erfüllen den Burghof mit Musik. Rhythmisches Handgeklapper heizt die Stimmung weiter an, während die meisten im Schneegestöber frösteln und sich an heißen Met oder Kirschbier klammern. An einer der Buden finde ich einen Spielplan: „Was Euch geboten sey“ steht obenauf. 

Mitterlalter-Fans an die Ruhr gelockt
Mit Helmen und Schwertern: Gar nicht so leicht mit einer 35 Kilogramm-Rüstung durch die Gegend zu laufen. Foto: ken

Festival. Verkaufsstände, mittelalterliche Lager, Mäuseroulette und Kartenlegen – das Schloss Broich zu Mülheim an der Ruhr beherbergte erneut das Mittelalterliche Pfingstspektakulum.

Seit vielen Jahren wird das Schloss an der Ruhr in Mülheim regelmäßig zum Schauplatz mittelalterlicher Events. Das Größte ist das dreitägige Pfingstspektakulum, das letztes Wochenende stattfand. Es wurden Lanzen gebrochen, Schwerter geschwungen, Märchen erzählt … Gaukler-

Innen sorgten mit Jonglagen und Feuer für gute Laune, verschiedene Bands der Szene zogen die ZuschauerInnen in ihren Bann. Fernab von dem Programm konnte man in den Lagern der DarstellerInnen auch das alltägliche Leben der Zeit nachgestellt bewundern, selber schmieden, Schmuck, Leder und Gewandungen anschauen und sich ein wenig im Geist vergangener Tage verlieren.            

                                           :Die Redaktion

Hört, hört: Hier geht es zum Bericht!

Zeitreise im Ruhrpott: Mittelalterlicher Pfingstmarkt zieht Hunderte nach Mülheim an der Ruhr
Mülheim macht eine Zeitreise: Frendskopp heizen die Menge dazu an. Foto: ken

Festival. Mülheim an der Ruhr, die Stadt am Fluss, wurde abermals Schauplatz eines wahrlich mittelalterlichen Festes. Das Pfingstspektakulum zu Schloss Broich lockte hunderte Menschen in seine Mauern.

 
Zum 25. Mal lädt das Impulse Theater Festival die freie Szene ein
Ein unbekanntes Internetvideo einer Familienfeier: „Western Society“ von Gob Squad als Spiegelbild einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät. Foto: David Baltzer

Auf der Suche nach frischem politischen Theater: Vom 11. bis 20. Juni bietet das Impulse Theater Festival der Freien Szene zum bereits 25. Mal eine Plattform für innovative Bühnen- und Performancekunst. Zentrum des Festivals wird dagegen zum ersten Mal der Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr sein. Unter dem Motto „Gesellschaftsspiele“ werden in neun deutschsprachigen und drei internationalen Produktionen zudem die Möglichkeiten eines politischen Theaters präsentiert und diskutiert.

Frauenräume in Mülheim: 5 Çayı – eine Teestube von und für Frauen
Ein Ort des Austausches: Die Teestube von und für Frauen in Mülheim. Foto: as

Den „Fünf-Uhr-Tee“, bei dem die Arbeit mal kurz ruhen darf und Zeit für Neuigkeiten und Erfahrungsaustausch geschaffen wird, kennen nicht nur die EngländerInnen, sondern er kann auch auf eine lange Tradition in der türkischen Gesellschaft zurückblicken. Die Mühlheimer Teestube 5 Çayı von und für Frauen ist ein gemeinsames Projekt mit dezentrale/Ringlokschuppen in der Mülheimer Leineweberstraße, in Kooperation mit dem autonomen FrauenLesbenReferat und dem autonomen AusländerInnen Referat des AStAs der Ruhr-Universität Bochum und wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die :bsz hat mit der Initiatorin Kezban Iscan-Kirbas gesprochen.