Literatur
Diës und das

Allgemein ist Russland dabei, in der westlichen Welt wieder den zweifelhaften Ruf zurückzuerlangen, den es in den besten James-Bond-Tagen hatte. Doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass das größte Land der Welt mehr ist und war als ein Bärenwrestler, der das Krimsektmonopol inne haben will.

Literaturinitiative Treibgut – Literatur von der Ruhr wieder am Campus
Flaschenpost: Das Treibgut-Logo mal nicht gezeichnet, sondern in echt. Foto: kac

Treibgut ist eine Literaturinitiative, die es seit 2002 gibt. Sie wurde von Studierenden gegründet, um ihre Liebe zur Literatur an andere weiterzugeben, so kann Treibgut auf bereits über 40 Lesungen zurückblicken. Auch dieses Semester können wir die Literatur von der Ruhr am Campus genießen, denn schon am 3. Juni findet wieder die Lesereihe mit dem Titel Gestrandet auf der Bühne im Kulturcafé darüberhinaus auch am 7. Juni im Rottstr5-Theater statt.

Literaturautomat im Mensafoyer
Lesefutter: Annika Restin, Christoph Finke und der Literaturautomat vom Kultur­zentrum „zakk“ in der Mensa. Foto: Akafö

Mitten in den Semesterferien wurde im Foyer der RUB-Mensa ein alter Zigarettenautomat aufgestellt. Doch statt Glimmstängeln kann man sich aus der umgebauten Maschine verschiedene Sorten Literatur ziehen. Einmal Prosa light oder lieber Lyrik Strike? Für zwei Euro kann man sich überraschen lassen.

Das „Richtungsding“ belebt die Literaturszene im Pott – mit Schreibwettbewerb und mehr
Wartet auf Texte aus dem und über den Norden: Die "Richtungsding"-Redaktion, betsehend aus (v. l.) Lina Brünig, Benjamin Bäder, Fabian May, Markus Behr, Jan-Paul Laarmann, Sarah Meyer-Dietrich. Foto: Richtungsding

Bitte folgen! Auf dem weißen Grund prangt ein schwarzer Pfeil sowie der Titel: Das „Richtungsding“ ist eine Literaturzeitschrift aus dem Ruhrgebiet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das kreative Pott-enzial des Reviers (und darüber hinaus) zu bündeln, junge Literatur zu fördern und Netzwerke zu schaffen. Neben dem aktuellen Schreibwettbewerb zur Sonderausgabe zum Thema „Norden“ hat sich das sechsköpfige Team für dieses Jahr noch eine ganze Menge mehr einfallen lassen.

RUB-Studierende setzen in eigenem Blog Komparatistik-Theorie in die Praxis um
Ein Teil der literaturundfeuilleton-Redaktion: (von links nach rechts) Sylvia Kokot, Esra Canpalat, Nadine Hemgesberg, Katja Papiorek, Lina Brünig. Foto: mar

Als ich zum Treffen der Blog-Redaktion in einem Café im Bermudadreieck eintreffe, unterhalten sich die Komparatistik- Studentinnen gerade über Berufsaussichten, über „Stellen, die es nicht gibt“. Meine Frage, ob es denn jemals Stellen für LiteraturwissenschaftlerInnen gegeben habe, löst ein paar Lacher aus, Lacher mit leicht verzweifeltem Unterton. Das typische Lachen der GeisteswissenschaftlerInnen als Reaktion auf die Frage nach ihren Berufsperspektiven.

Veranstaltungen zu Georg Büchners 200. Geburtstag
Werden in einem Verlag verlegt, deren Büchlein so klein sind, dass man sie selbst gern verlegt: Die Klassiker Büchners. Foto: Jacq

Am 17. Oktober wäre Georg Büchner – Dramatiker, Schriftsteller, Mediziner, Revolutionär und einer der wohl bedeutendsten Avantgardisten in  der neuen deutschen Literaturwissenschaft – 200 Jahre alt geworden. Zur Feier des Tages wurden sein Werk und Wirken erneut geehrt: Unter anderem im Kunstmuseum Bochum, in dem letzten Freitag eine Inszenierung der Erzählung „Lenz“  stattfand, die durch musikalische, literarische sowie historische Beiträge zu einem intermedialen Mosaik vollendet wurde.

Kurt Krömer: „Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will. Zu Besuch in Afghanistan“
Zurück aus Afghanistan: Alexander Bojcan alias Kurt Krömer. Foto: Daniel Porsdorf

Kurt Krömer hat es geschafft: In Deutschland kennt fast jedeR den Komiker. Auszeichnungen wie den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis hat er bereits vor Jahren eingesammelt und eine neue Staffel seiner Late Night Show in der ARD wird im Juli gedreht. Auch als Schauspieler (Tipp: Eine Insel namens Udo) hat er bereits Erfahrungen gesammelt. Jetzt hat er mit der Veröffentlichung seines ersten Buches gezeigt, was er (noch) nicht kann: Schreiben! Doch das schadet seinem Reisebericht nicht. 

Büchner-Preis 2013 geht an Lewitscharoff
Löwen und Selbstmordgedanken: Des Philosophen Blumenbergs Phantasien. Collage: Jacq/mar/koi

Letzte Woche wurde das Urteil endlich gefällt und öffentlich gemacht: Die wohl bekannteste und begehrteste deutsche Ehrung für Literatur, der Georg-Büchner-Preis, geht dieses Jahr an die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff. Am 23. Oktober wird der Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt verliehen. Neben der unbezahlbaren Ehre ist der Georg-Büchner-Preis zusätzlich mit 50.000 Euro dotiert.

Junge AutorInnen kapern KulturCafé und Freibad
Wortakrobat Philipp Dorok liest aus der Pandora-Anthologie der Gruppe Treibgut. Foto: mar

Wenn in Bochum Treibgut strandet und Piranhas gesichtet werden, ist weder die Ruhr übers Ufer getreten noch der Metaphernbogen überspannt. Trockenen Fußes und literarisch ambitioniert läuft in dieser Woche die 33. Auflage der Lesereihe „Gestrandet“ über die Bühne – ein Projekt der 2002 gegründeten jungen Literaturinitiative „Treibgut“. Unter dem Motto „Ruhrpiranhas – All you can read“ wird bei der Doppellesung am 5. und 9. Juni gegessen, was auf den Tisch kommt. Und das kann sich sehen lassen: Mit vielen AutorInnen, einer Erstlings-Präsentation, Dauer-Zeichen-Performance und Liedermacher-Support ist für jeden Geschmack was dabei.

Internationales Multikunstprojekt erobert Freies Kunst Territorium
Der polnische Autor Łukasz Łaski performt seine Texte vor Betonparkhaus-Bildern von Alexander Fichtner. Foto: mar

Über ein Dutzend KünstlerInnen mit deutschen und polnischen Wurzeln, die jedoch allesamt in der Ruhr-Region zuhause sind, präsentierten am Abend des 3. Mai kreative Deutungsmuster des Begriffs „Heimat“: Von heimischer Singer-Songwriter-Musik über literarische Lesungen auf Deutsch und Polnisch bis hin zu Fotos, Grafiken, Gemälden und  Videokunst wurden diskursive Annäherungen an das schwierige Thema versucht. Den Rahmen der von der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) e. V. initiierten sowie vom Slavistik-Institut der Ruhr-Uni und von der Fachschaft, dem Lotman-Institut und der Stadt Bochum unterstützten Veranstaltung im Freien Kunst Territorium (FKT) an der Bessemerstraße bot eine Ausstellung von Studierenden der Freien Akademie der bildenden Künste Essen. Das zumeist studentische Publikum aus Polen, Weißrussland, Tschechien und Deutschland zeigte sich überwiegend begeistert.

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