Kommentar
Kommentar: Der Kurswechsel des Playboy berührt sein Grundproblem nicht
Trendsetterin :bsz: Noch bevor es den „Playboy“ in Deutschland gab, druckten wir in den 60ern nackte Frauenkörper ab (wenn wohl auch mit etwas anderen Absichten) – und noch lange bevor Hugh Hefner sie aus seinem Heft verbannte, taten wir das Gleiche.  Fotos: :bsz-Archiv (1968 – ’69)

Statt leicht bekleideten und nackten Frauen werden im US-„Playboy“ zukünftig nur noch leicht bekleidete Frauen zu sehen sein. Die Marke Playboy wird dadurch kompatibler mit den prüden Regeln der ausufernden Facebook-Matrix. Und die Frauenbilder im legendären Männermagazin gleichen dann mehr den allgegenwärtigen „sexy“ Frauenbildern in der Werbung. Doch war die im Playboy zu sehende Nacktheit ohnehin stets nur ein arg begrenzter und eintönig inszenierter Ausschnitt aus der weiblichen Erotik.

Kommentar: Verspätet ist das neue Pünktlich: Beeinträchtigungen im Bahnverkehr

(Un)passend zum Semesterbeginn schlagen wir das nächste Kapitel auf im Kampf öffentlicher Nahverkehr versus. Studis. Fährt mein Zug und wenn ja, wann – und bis wo? Diese Frage dürften sich nach den Stellwerksschäden momentan nicht nur die Studis einer PendlerInnen-Uni wie der RUB stellen. 
Kommentar: Die Bochumer Polizistin Tania Kambouri polarisiert mit Thesen über MigrantInnen
Polarisierende Polizistin: Tania Kambouris Buch „Deutschland im Blaulicht“. Bild: Piper-Verlag

Dieter Bohlen hat es getan, Stefan Effenberg konnte es genauso wenig lassen wie Lothar Matthäus oder Thilo Sarrazin. Auch Tania Kambouri hat nun ein Buch geschrieben. „Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin“, heißt das Werk der Bochumer Polizistin, das zurzeit die Medien polarisiert – mit  dem Anspruch, über die Realität aufzuklären.

Kommentar: Urbanisierung im Revier: Immer weniger Grünflächen
Wohnen am Wiesental – müssen wir zentrale Grünflächen um jeden Preis opfern? Foto: tims

Ballungsraum Ruhrgebiet: Und es wird immer enger hier. Trotz vieler leer stehender Wohnungen werden Brachflächen und Grünfelder mehr und mehr verbaut. Jeden Tag einen Quadratkilometer mehr. Wie können wir die letzten grüne Oasen erhalten?

Kommentar: Europa streitet über die Fluchtkrise
Quotenproblematik: Geflüchtete könnten zukünftig dorthin geschickt werden, wo sie weder hinwollen, noch willkommen sind. Karikatur: ck

In welchem EU-Land sollen wieviele Geflüchtete untergebracht werden? Angesichts der aktuellen Krise hat die EU-Kommission Quoten für die Verteilung angestrebt, welche die Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl der Länder berücksichtigen. Die InnenministerInnen der 28 Mitgliedsstaaten beschlossen vergangene Woche jedoch lediglich als Notmaßnahme die Umverteilung von insgesamt 120.000 Geflüchteten aus stark belasteten EU-Staaten. Und selbst das ging nur per Mehrheitsbeschluss gegen die Stimmen von Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien.

Kommentar: Akafö eröffnet Bio-Cafeteria insgrüne

Ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken auf dem Campus ist immer von Vorteil. Doch nach dem Q-West zieht das Akafö nun nach mit der Cafeteria insgrüne – und lockt unter anderem mit Bio-Gebäck und einem „kreativ gestalteten Sortiment“. Damit verstärkt sich nicht nur die Tendenz zu einer Zwei-Klassen-Studierendenschaft, sondern auch eine Art Starbucksisierung des Campus.

Kommentar: Wir leben dich, echte Liebe: Bedeutend anders!

Es ist die Mutter aller Derbys — wenn nicht für alle deutschen Fußballfans, dann zumindest für die aus dem Ruhrpott, die mit Leidenschaft, puren Emotionen und voller Hingabe „ihr“ Team unterstützen: Dortmund gegen Schalke oder – wie es die beiden Fangruppen untereinander handhaben, damit unter keinen Umständen der jeweils andere Verein beim echten Namen genannt wird: Lüdenscheid-Nord gegen Herne-West.

Kommentare: Serdar Somuncu kritisiert die „geheuchelte Anteilnahme“ von FlüchtlingshelferInnen
Kabarettist Serdar Somuncu bezeichnete die derzeit gefeierte Willkommenskultur als Heuchelei. Foto: wikimedia commons, Codeispoetry, CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar, der FlüchtlingshelferInnen kritisiert, ist in der vergangenen Woche durch die Medien gegangen. Autor ist der deutsche Schriftsteller und Kabarettist Serdar Somuncu, der in seinem Gastbeitrag in der Wirtschaftswoche die derzeitige Anteilnahme mit Flüchtenden als ein „Sebstdarstellungsspektakel“ bezeichnet und sich fragt, warum man vor Kurzem noch „gegen Ausländer“ war und nun auf einmal Vielfalt „super“ fände.

Kommentar: In jeder Hinsicht kacke: Rechte zu dumm für Flyer
Glück im Unglück: Mit solch primitiven Propagandazetteln zieht man erfreulicherweise niemanden auf seine rechte Seite. Quelle: unbekannteR DeppIn

Es ist die vielleicht schlechteste Propaganda des Jahres. An der Uni wird man ja jeden Tag mit Flugblättern und Infomaterialien förmlich zugeschüttet. Es gibt professionelle Broschüren und dilettantische Flugblätter, teure Kärtchen und billige Handzettel. Aber was kürzlich im AStA-Foyer auftauchte, lässt sich wohl nur beschreiben mit: In jeder Hinsicht kacke.

Kommentar: Provokation mit perfider Werbeaktion: Heidenau-Rabatt in Nazi-Webshop eines RUB-Studis

Dass an der RUB ein Dortmunder Neonazi-Kader Jura studiert, ist peinlich genug. Neu ist es auf dem Campus spätestens seit einer Outing-Aktion 2013 nicht mehr. Doch dass dieser Michael Brück anlässlich der rechtsradikalen Ausschreitungen in Heidenau in seinem Internetversand mit einem „Heidenau“-Rabatt wirbt, ist an Perfidität kaum zu toppen. Die Frage ist, ob und wie die Uni gegen Studierende vorgehen kann, die außerhalb des Campus mit derart menschenverachtenden Aktionen von sich Reden machen.

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