Kommentar
Kommentar: Selbstfindung nach Koalitionsausstieg

„Wir gehen nicht im Groll, aber mit einer Schwermut, die wir zunächst verarbeiten müssen“, heißt es in einer am Elften Elften veröffentlichten Stellungnahme der Piraten-Hochschulgruppe zu ihrem Rückzug aus der amtierenden AStA-Koalition. Neben einer „Enttäuschung über die Arbeitsatmosphäre“ ist dort von einer offensichtlichen Unzufriedenheit mit den „Ergebnissen der politischen Arbeit“ im AStA die Rede; aber auch an Selbstkritik wird nicht gespart: „Letztlich ist es aber auch eine Enttäuschung, unseren eigenen Ansprüchen und Zielen nicht gerecht geworden zu sein.“

Kommentar: Q-West bei Kabel Eins: „Mein Lokal, Dein Lokal“

Ich muss zugestehen, dass ich kein großer Campus-Esser bin und vermutlich auch keiner werde. Der Mensa konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Da war mir die selbstgeschmierte Stulle stets lieber, als mit den hungrigen Massen in einer langen Schlange zu stehen. Ähnlich verhält es sich beim Bistro, welches ich bisweilen nur sporadisch zum Kaffeetrinken aufsuchte. Auch das Q-West, neben der Cafete im SSC die jüngste Campus-Gastronomie des Akafö, habe ich bisher noch nicht von innen gesehen. Nun, eigentlich doch, denn in der vergangenen Woche nahm das universitäre Restaurant am kulinarischen Wettstreit der Kabel-Eins-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ teil.

Kommentar: Die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit

Wegen der Belagerung der Stadt Kobanê durch den Islamischen Staat (IS) finden momentan zahlreiche Demonstrationen statt. Von kurdischen und linken Gruppen wird dabei auch die Aufhebung des hierzulande seit 1993 bestehenden Verbots der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gefordert. Diese Forderung ist in zweierlei Hinsicht vernünftig: Für den Kampf gegen den IS – und für den Friedensprozess in der Türkei.

Kommentar: Zwischen Vorlesung und Geschichtsstunde

Es war die dritte von vier Sitzungen, die benötigt wurde, um letztlich doch noch zu den haushaltstragenden Themen zu kommen. So wurde der Nachtragshaushalt 2014/2015 vorgestellt und die Entlastung des letzten AStA (Zusammenschluss von GEWI, NAWI, IL und Jusos in den Jahren 2013/2014) verkündet. Durch letztere bestätigt das StuPa die Arbeit und die Ausgaben der jeweiligen Studierendenvertretung. Neben den anderen großen Themen wie Citeecar und der geforderten Aberkennung der Ehrenprofessur Peter Scholl-Latours († 16. August 2014) gab es noch einen ganz besonderen Auftritt.

Kommentar: StuPa-Arbeit: Opposition und Piraten ziehen positive Bilanz

Die Bilanz der Listen im Studierendenparlament (StuPa) fällt fast einhellig aus: Parlamentarismus auf Hochschulebene sei ein wichtiges Instrument zur Kontrolle der AStA-Arbeit und – wie auch die am AStA beteiligten Jusos es formulieren – „ein hohes Gut“; selbst wenn eine sinnvolle Umsetzung derzeit nur teilweise möglich sei, wie es die Liste B.I.E.R. auf den Punkt bringt: „Denn kontrollieren kann man nur, worüber man informiert wird“, sagt Denise Welz. „Liquid democracy erschöpft sich nicht in dem Bereitstellen von Kühlgetränken auf Sitzungen, lieber AStA, auch wenn das ja mal ein Anfang wäre, sondern heißt auch transparentes Handeln und Kommunizieren“, appelliert sie satirisch an die Verantwortlichen.

Kommentar: Fairer Lohn für PraktikantInnen scheint nicht mehr im Trend zu sein

Niemand will sein Praktikum nur an der Kaffeemaschine oder am Kopierer verbringen. Also sollen PraktikantInnen gefälligst froh sein, wenn sie mal wie ihre vollbezahlten KollegInnen richtig an die Arbeit dürfen. Dafür dann auch noch Geld zu verlangen, ist nun wirklich unverschämt, scheint man sich am Landesarbeitsgericht Hamm zu denken.

Kommentar – GDL macht ernst:
Kamikaze: Mit Volldampf in den Abgrund? Karikatur: ck

Am vergangenen Mittwoch tat sich recht wenig auf den deutschen Gleisen, denn die LokführerInnen und ihre Spartengewerkschaft GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) hatten zum bundesweiten Streik aufgerufen. Viele BahnkundInnen reagierten auf den nächtlichen Streik, der am Dienstag um 21 Uhr begann und am Mittwochmorgen um 6 Uhr endete, mit Unverständnis und Wut. Denn trotz des frühmorgendlichen Streikendes kam der Bahnverkehr am Mittwoch nur schleppend in Gang.

Kommentar: Ist Meinungsfreiheit an der RUB verboten?
Brutzeln gegen das Preisdiktat. Foto: kac

Ein ziemlicher Schock war es, als in allen Akafö-Betrieben die Preise plötzlich 30 Prozent höher waren. Die RUB ist eine Pendleruni und es liegt in ihrer Verantwortung, dass sich alle eine warme, ausgewogene Mahlzeit leisten können.

Kommentar: Warum wir unser Klugfon nicht aus der Hand legen können
Und schwupps! Wieder den Bus verpasst, weil man auf sein Telefon glotzen musste. Quelle: pixabay.de

Wir liegen im Bett, durchgeschwitzt und nackt, erschöpft, aber glücklich. Sie  löst sich aus meiner Umarmung und langt nach ihrem Nachttisch. Die klassische Zigarette danach, denke ich. Doch das rechteckige Ding in ihrer Hand ist keine Zigarettenschachtel, sondern ein Klugfon. Ich bestehe nicht aufs Schmusen danach, aber eindeutiger kann man Gleichgültigkeit nicht demonstrieren. Doch die Frau neben mir ist sich, wie Millionen anderer Menschen auch, ihrer Unhöflichkeit gar nicht bewusst.

Kommentar: Misshandlungen in NRW-Flüchtlingslagern: Alles andere als ein Betriebsunfall.

Denn sie wissen, was sie tun: Sie alle! PolitikerInnen, JournalistInnen, IdeologInnen. Nachdem durchgesickert ist, dass es in bisher drei Asylunterkünften in NRW zu Misshandlungen gekommen war, war der Aufschrei in Medien und Politik groß: Von einer „Beschädigung des Bildes NRWs“ oder einer „Schande für unser Land“ war die Rede. Streitpunkt war die Missachtung der Aufsicht, die Beauftragung privater, unseriöser Sicherheitskräfte, doch das geht an der eigentlichen Sache vorbei, die nahelegt, dass es zu einem Betriebsunfall gekommen sei.

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