Kommentar
Kommentar: Friedensbewegungen: Links- und Rechtsdenken abgeschafft?
Der Frieden ist das Ziel: Ostermarsch 2015 in Essen. Foto: alx

Friedensbewegungen sind wichtig für unser Land. Nicht nur, weil sie uns an friedliche Lösungen erinnern, wenn gewaltsame Handlungen naheliegend erscheinen, sondern auch, weil dadurch die Menschen zusammenkommen und diskutieren. Der Ostermarsch bewirkt genau das. Er hat tausende Menschen in Deutschland dazu bewegt, ihre Meinung durch Anwesenheit und Protest zu auszudrücken. Auch auf den Montagsdemos wird sich engagiert. Allerdings sind diese nicht immer frei von Weltanschauungen, mit paranoiden und extremen Tendenzen, die humanistischem Denken entgegenstehen.

Kommentar: Durchgefallen: Sat.1 inszeniert Krimi an der RUB
Lehrt jetzt an der Sat.1-RUB: Schauspieler Tom Beck. Karikatur: ck

Tom Beck ist Musiker, Schauspieler und Manager – einfach ein Allroundtalent. Am Dienstag der vergangenen Woche flimmerte der Sat.1-Film „Einstein“ über die bundesdeutschen Mattscheiben. In der Hauptrolle gab der ehemalige „Alarm für Cobra 11“ Kommissar nun den Urenkel des titelgebenden berühmten Physikers, der Bochumer  ErmittlerInnen bei der Aufklärung eines kniffeligen Falles hilft. Gedreht wurde der Streifen im vergangenen Sommer unter anderem an der Ruhr-Universität Bochum.

Kommentar: Karsten Finke –auch für die Hochschulpolitik zu radikal?

Ist die politische Kultur an der Universität freier und radikaler als die im Rathaus? Oder zeigt die Tatsache, dass Karsten Finke, der sein Mandat im Bochumer Stadtrat niederlegt hat, von der Grünen Hochschulgruppe (GHG) Solidarität „ohne Einschränkungen“ erfährt, dass Hochschulpolitik doch nur ein Spielplatz für Träumer und Träumerinnen ist?

Kommentar: Nachhaltig konsumieren, ohne die Systemfrage zu stellen
„Perfekte Kulisse für eine ökologische Messe. Über 100 AusstellerInnen präsentierten ihren ganz eigenen Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften in der Jahrhunderthalle“. Foto: tims

Der „Heldenmarkt“ gastierte am Wochenende in der Jahrhunderthalle – mehr dazu hier – und sollte nicht nur umweltbewusste BesucherInnen anlocken, die sich für Veggie-Burger und Bioweine begeistern können. Vielmehr appelliert er an die Gesellschaft, ihre Gewohnheiten zu überdenken und ihren Lebensstil zu ändern. Sein Credo: Konsum ja, aber nicht um jeden Preis.

Kommentar: Lecker Semesterticket – fast hätten wir es vergessen!
Schmeckt Studierenden nicht: Plakatwerbung fürs Semesterticket – Belehrung statt Gespräche. Foto: lux

Das beste Semesterticket gibt es im VRR – diese Botschaft hängt derzeit gut sichtbar in der U35. Gerade jetzt, im Zuge der anhaltenden Debatte über das Semesterticket, stößt dieses Plakat allerdings eher sauer auf, als dass es wie lecker Currywurst schmeckt.

Kommentar: 10.000 angestellte LehrerInnen streiken für mehr Lohn
Auch in Bochum setzten sich angestellte LehrerInnen für eine gerechtere Bezahlung ein. Foto: Stefan Nölle

In der vergangenen Woche hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen und auch in Bochum legten angestellte LehrerInnen ihre Arbeit nieder. Sie fordern eine Besserstellung gegenüber den verbeamteten KollegInnen. Konkret sind das 5,5 Prozent mehr Gehalt.

Kommentar: Rechtspopulisten und das Linksbündnis SYRIZA in einer Regierung. Wie hoch pokert Tsipras?

Getrübte Aufbruchstimmung: Der Wahlsieg der griechischen Linkspartei unter Alexis Tsipras weckte bei Millionen Hoffnung.  Dann der Schock – und eine Riesengefahr für Europa.

Kommentar: Besser kann sich Bochum nicht als Hochschulstandort vermarkten
Das neue Bochumer Logo in seiner frei verwendbaren Form. Quelle: Bochum Marketing

Das neue Bochumer Logo schlägt, so der Marketingsprech, ein neues Kapitel auf – wortwörtlich. Das Stadtwappen stand Pate für die Marke, unter der sich die hoch verschuldete Kommune als Hochschulstandort vermarkten will … und muss.

Kommentar: Schwerte: Ehemalige Außenstelle des KZs Buchenwald soll Flüchtlingsunterkunft werden
Vorher saubermachen: So sieht Gastfreundschaft aus. Karikatur:ck

Historisch kontaminiert. So könnte man den Ort beschreiben, den sich die Stadt Schwerte als Unterkunft für 21 Flüchtlinge ausgesucht hat: Mangels Alternativen und nicht verfügbarer Wohncontainer entschied man sich in der vergangenen Woche, eine Baracke auf dem Gelände der ehemaligen Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald zum provisorischen Flüchtlingsheim umzubauen. Für KritikerInnen ein Eklat – für die Stadt Schwerte eine praktikable Lösung.

Kommentar: Der Terror in Frankreich wird in den Medien unangemessen behandelt

Vor kurzem wurde unser Nachbarland von islamistischen Gewalttaten heimgesucht, die seine Gesellschaft schwer getroffen haben. Bei der Berichterstattung hierzu liegen jedoch zwei Dinge im Argen: Zum einen wird die Bedeutung des erneuten antisemitischen Angriffs für die jüdischen EinwohnerInnen nicht hinreichend thematisiert, da der Anschlag auf Charlie Hebdo extrem dominiert. Zum anderen findet eine unkritische Identifikation mit jenem problematischen Satiremagazin statt, obwohl eine allgemeinere Verteidigung der Meinungsfreiheit wesentlich angemessener wäre.

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