Kammerspiele
War Photography im Theaterformat
„Leide und Lerne“ – Aber was lernen wir? Bild: © Fred Debrock

Premiere. Milo Rau und Ensemble widmen sich Aischylos und der Orestie. Das antike Werk erstrahlt in dreisprachiger Fassung und regt nach wie vor zu neuen Fragen an. Eine Mischung aus Nachkriegsdokumentation und Hochspannungstheater.

Ein Blick zurück in die Zukunft
Bilder die auch an Stanley Kubricks „2001: A space Odyssey“ erinnern. Bild: © Birgit Hupfeld

Uraufführung. Alltagsprobleme und Zukunftsängste  kreativer Jugendlicher lieferten den Stoff für Science-Fiction Theater mit Retro Charme. Unter der Regie von Julia Wissert wurde dies visualisiert und erstmalig im Schauspielhaus Bochum auf die Bühne gebracht.

„Mutter Kramers Fahrt zur Gnade“ im Schauspielhaus Bochum
Allein in der guten Stube: Anke Zilllich als Mutter Kramer. - Foto: Diana Küster

In zu großen Männerschuhen schlurft Anita durch den Raum, setzt sich und beginnt zu warten. Anita Kramer (Anke Zillich) hat sich ihr Leben bequem in der Unbequemlichkeit eingerichtet: Sie selbst längst pensioniert, der Ehemann gestorben, die einzige Tochter hat den Kontakt abgebrochen, sitzt in der guten Stube und wartet: wartet auf den Kaffee mit der Putzfrau. Wartet auf Freitag, da ist Bibelstunde. Wartet auf den Tod. Warten ist leichter als sich selbst die Frage zu stellen, warum nichts so ist, wie sie es gerne hätte. Doch da schellt es an der Tür, und unbequeme Wahrheiten verlangen Einlass.