IWF
Die fünf wichtigsten Schwellenländer gründen eine eigene Bank
Die BRICS-Köpfe: (von links) Wladimir Putin (Russland), Narendra Modi (Indien), Dilma Rousseff (Brasilien), Xi Jinping (China) und Jacob Zuma (Südafrika). Quelle: Flickr, GovernmentZA (CC-BY-ND v2.0)

Die Fußball-WM, die neue Verschärfung des Nahost-Konflikts und die anhaltenden Unruhen in der Ukraine – in den letzten Wochen gab es einige Ereignisse, welche die Medienlandschaft dominierten. Dabei gerät zwangsläufig einiges in Vergessenheit. Umso überraschter reagierte die Welt, als vor einigen Tagen die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) verkündeten, ein Pendant zur Weltbank gründen zu wollen. Dabei war dieses Projekt im Vorfeld von langer Hand geplant worden.

Die internationale Kritik am deutschen Exportmodell wächst
Der Traum vom Euro ist aus: Heiner Flassbeck plädiert für eine neue Währungspolitik in Europa. - Foto: © Heiner Flassbeck

In den letzten Tagen haben mehrere bedeutende Institutionen ihre Kritik an der deutschen Wirtschaftspolitik erneuert: Die USA, der internationale Währungsfonds (IWF) und die EU fordern von Deutschland, seine Exportüberschüsse zu drosseln. Konkret fordern sie eine feste Obergrenze für den Leistungsbilanz­überschuss. Die deutschen Industrieverbände weisen diese Forderung zurück und betonen, dass die wirtschaftliche Stärke Deutschlands ein Stabilitätsanker in der EU sei. Heiner Flassbeck, ehemaliger Chef-Ökonom bei der UNO, stimmt der Kritik hingegen zu und meint, Deutschland schade sich mit der Fixierung auf den Export am Ende sogar selbst.