Islamfeindlichkeit
Medien und die Islamfeindlichkeit
Nicht verwunderlich: Wenn man Menschen in ein Muster ordnet, sieht man nur noch das Muster.

Kommentar. Dass Jugendliche Vorurteile haben, kommt nicht von irgendwoher, sondern ist Konsequenz unreflektierter Medienkultur.

Studie untersucht Haltung von Jugendlichen zum Islam
Lamya Kaddor: „Wie islamfeindlich sind Jugendliche?“ Foto: Flickr/ Heinrich Böll Stiftung (Stephan Röhl) CC BY-SA 2.0

Studie. An der Uni Duisburg-Essen startet ein neues Projekt, das über zwei Jahre die Islamfeindlichkeit von Jugendlichen untersucht.

Die MuslimInnen werden eine Minderheit bleiben
Kein europäisches Land wird in die Nähe einer islamischen Mehrheit kommen. Grafik:ck; Quelle: MDII-graphics-webready-83

Momentan demon­strieren in Deutschland wöchentlich tausende Menschen „gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Dem islamkritischen bis islamfeindlichen Spektrum der westlichen Welt gilt eine befürchtete Islamisierung – durch die höhere Geburtenrate der muslimischen Bevölkerung sowie durch Einwanderung – als große Bedrohung. Doch werden die MuslimInnen de facto in keinem Land Europas oder des Westens auch nur annähernd zur Mehrheit werden.

Fremdenfeindliche Demonstrationen gewinnen immer mehr an Zulauf
Die antiislamische Pegida präsentiert sich bürgernah — das nutzen rechte Parteien aus. Quelle: flickr.com, Caruso Pinguth, CC-BY-ND-2.0

Weihnachtslieder bei einer Demo, auf der offen fremdenfeindliche Thesen geäußert werden? Was von den führenden Köpfen der Pegida-Bewegung als „besinnliches Weihnachtssingen“ beworben wurde und etwa 17.500 Menschen auf den Platz vor der Dresdener Semperoper lockte, wirkte auf manch Außenstehenden befremdlich – und passt zu dem Rätsel, vor das Pegida PolitikerInnen, Medien und WissenschaftlerInnen stellt. Wie soll man diese Bewegung einordnen – und vor allem ihre TeilnehmerInnen?

Kommentar: Respekt gegenüber muslimischen Mitmenschen

Die Finanzierung des „Interkulturellen Abendessens“ mit studentischen Geldern ist wegen des islamisch-religiösen Kontextes dieser Veranstaltung umstritten. Die dahinter stehende Intention ist jedoch zweifelsfrei positiv.

Vorträge über Rechtsextremismus und Islamfeindlichkeit im Rahmen von „RUB bekennt Farbe“
Antikapitalistische Nazis? Sozialwissenschaftler Schedler verwies auf die neonazistische Strategie, linke Inhalte und Symbole zu kopieren. Foto: bent

Nazis sorgen auch an der RUB für Pro­bleme. Das musste selbst die Uni-Leitung feststellen, als der Fall Michael Brück (Jura-Student und Kader der neofaschistischen Partei Die Rechte) im letzten Jahr die Studierendenschaft polarisierte. Mit der Kampagne „RUB bekennt Farbe“ sollte daher ein Forum geschaffen werden, um über neofaschistische Tendenzen in der Gesellschaft zu diskutieren. In diesem Rahmen referierten am 2. Juli die RUB-Sozialwissenschaftler Jan Schedler und Thomas Pfeiffer (der auch für den Verfassungsschutz arbeitet) über autonome NationalistInnen und Islamfeindlichkeit. Mit rund 20 Gästen war die Beteiligung allerdings gering.