Hustadt
Wohnen in Bochum
Sanierung des Gebäudekomplex „Am langen Seil“: Die ab 2020 erwarteten Einsparungen durch bessere Dämmung hat die VBW für sich beansprucht. Bild: jojo

Mieterhöhung. Der Wohnungsmarkt in Bochum wird ungemütlicher. Günstige Wohnungen sind knapp, der Bedarf aber hoch. Die VBW, Träger von knapp einem Drittel der Sozialwohnungen, erhöht die Mieten. 350 Asylberechtigte warten noch auf eine Wohnung.

„Hustadtteilfest 2014“: Interkultureller Brückenschlag trotz Brandserie
Experimentelle Interkultur-Skulptur: Julia Sommers Netz-Installation mit Fäden. Foto: USch

In den vergangenen Wochen stand die Hustadt im Brennpunkt der lokalen Medien: Ein halbes Dutzend Brände hatte die größte Hochhaussiedlung Bochums heimgesucht. Dennoch versuchten die OrganisatorInnen des jährlichen Hustadtfests, den Stadtteil am vergangenen Samstag von seiner besten Seite zu präsentieren: Ein breites multikulturelles KünstlerInnen-LineUp wurde aufgeboten, um zu zeigen, dass das interkulturelle Projekt friedlichen Zusammenlebens in Querenburg noch lange nicht gescheitert ist.

Überwachungskameras in der Hustadt sorgen für Diskussionen
Jetzt auch in der Hustadt: Big Brother is watching you. Foto: joop

Nach einer Serie von Bränden in der Hustadt wurden in 47 Wohnhäusern Überwachungskameras installiert. Für die einen ist das ein Einschnitt in die Privatsphäre der BürgerInnen (und damit im Falle der Hustadt auch vieler dort wohnender Studierender), für die anderen vor allem auch eine Kostenfrage – wer soll die Überwachungstechnik bezahlen? Sind Kameras wirklich eine geeignete Maßnahme zur Prävention von Verbrechen? Die :bsz sucht nach Antworten.

Brandserie in der Hustadt: Ist Überwachung das richtige Mittel?
Ausnahmezustand am Hustadtring: Drei Löschzüge im Einsatz. Foto: USch

Am 2. September war es wieder so weit: Zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit brannte es im Acht-Etagen-Wohnhaus am Hustadtring 65, wo 78 EinwohnerInnen gemeldet sind. Die Bochumer Feuerwehr war bei dem gut einstündigen Einsatz mit 38 Einsatzkräften in drei Löschzügen vor Ort – davon einer von der Freiwilligen Feuerwehr. „Gott sei Dank gab es keine Verletzten“, so Dienstgruppenleiter Martin Weber zur :bsz.

Satire: Christo, NSA oder SuperschurkInnen – wer spinnt denn da so rum?
Seidenkokon oder Spinngewebe: Hinter dem Gespinst verbrigt sich die Hustadt. Foto: joop

Ein Gespinst geht um in der Hustadt – das Gespinst des Kunstaktivismus. Naja, vielleicht. Genau genommen hängt das Gewebe auch nur und geht weniger um, aber wer in Christos und Jean-Claudes Namen hat die Querenburger Plattenbauten in einen Kokon eingesponnen? Waren es NachahmerInnen der berüchtigten VerschleirungskünstlerInnen, NetzaktivistInnen, oder entpuppen sie sich am Ende nur als verwirrte SpinnerInnen?