HIV
HIV-Prophylaxe in Tablettenform
Einmal snacken, alles safe? PrEP ersetzt kein Kondom! Symbolbild: ken

Pharmazeutik. In Deutschland startet Ende des Monats ein Projekt, das Tabletten, die das Risiko einer HIV-Infektionen senken, deutlich günstiger anbietet als bisher. PrEP – Prä-Expositions-Prophylaxe – kann ein Weg sein, um Neuinfektionen mit HI-Viren zu verhindern.

HIV-Schnelltest für zu Hause werden vom Ministerium geprüft
Den HI-Virus bald privat testen lassen? Zur Zeit prüft das Ministerium die Angelegenheit. Symbolbild: kac

Medizin. Das Gesundheitsministerium prüft die Zulassung von HIV-Schnelltests für den privaten Hausgebrauch.

Richtlinien für Blutspende wurden bearbeitet.
Ein Jahr keinen Geschlechtsverkehr: Erst nach dieser Enthaltsamkeit ist es Risikogruppen gestattet, Blut zu spenden. Symbolbild: kac

Gesundheit. Homosexuelle Männer dürfen 365 Tage keinen Sex haben, wenn sie Blut spenden wollen. Ist das wirklich notwendig?

Kommentar: HIV-positiv: Charlie Sheen zum öffentlichen Outing getrieben
Solidarität statt Stigmatisierung: Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Quelle:  pixabay

Vier Jahre nach der Diagnose sprach Schauspieler Charlie Sheen erstmals öffentlich über seine Krankheit. Diesen Schritt ging er laut eigener Aussage, um sich aus einem Gefängnis jahrelanger Erpressungsversuche und Schweigegeldzahlungen (bis heute rund zehn Millionen US-Dollar) zu befreien. 

 
Kommentar: Europäischer Gerichtshof hat verzögernd, aber wegweisend entschieden
Einige EU-Länder, wie Deutschland und Frankreich, schließen homosexuelle und bisexuelle Männer pauschal vom Blutspenden aus. Laut dem Europäischen Gerichtshof dürfen sie das tun. Aber nur, sofern es dazu keine Alternativen gibt, um ein erhöhtes HIV-Übertragungsrisiko zu vermeiden. Die gibt es natürlich – weshalb mehr Gleichbehandlung geboten ist und kommen wird.
 
Die absurde Diskriminierung beim Blutspenden
Schwule Blutspender – leider ausgeschlossen. Grafik: ph/mar

Blutkonserven sind auch hierzulande Mangelware. So benötigen nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 80 Prozent der Bevölkerung einmal im Leben eine Blutkonserve, während nur drei bis vier Prozent der EinwohnerInnen regelmäßig Blut spenden. Im Sommer kommt es in Krankenhäusern bereits häufig zu Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven, wegen denen nicht-lebenswichtige Operationen verschoben werden müssen. Die Bereitschaft Blut zu spenden nimmt weiter ab und die Gruppe der regelmäßigen SpenderInnen überaltert zunehmend. All die Kampagnen und Aufrufe zum Blutspenden haben diese Entwicklung bisher leider nicht aufzuhalten vermocht. Umso absurder, dass homosexuelle und bisexuelle Männer in Deutschland pauschal von der Blutspende ausgeschlossen werden.

STI-HIT-Studie beim Gesundheitsamt Bochum
Unterm Mikroskop sichtbar: Gonokokken können Tripper verursachen. Foto: Wikimedia Commons / CDC/ Dr. Norman Jacobs

Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.