Gefängnis
Für die (Presse)Freiheit
Schreiben, koste es, was es wolle: Yücels Buch „Agentterrorist“ ist seit Oktober im Verlag Kiepenheuer & Witsch erhältlich.Symbolbild

Presserecht. Der Journalist Deniz Yücel saß ein Jahr in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis, weil er regimekritisch berichtete. Seine Dokumentation „Agentterrorist“ stellte er im Schauspielhaus vor.

#DenizFree – #FreeThemAll
Das Gefängnis Silivri in Istanbul: Hier sind weiterhin türkische und ausländische JournalistInnen inhaftiert. Bild: CC-BY-SA 4.0, CeeGee (Link: https://tinyurl.com/GefaengnisSilivri)

Pressefreiheit. Am vergangenen Freitag entließ ein türkisches Gericht Deniz Yücel aus der Untersuchungshaft. Doch auch weiterhin sitzen viele JournalistInnen in türkischen Gefängnissen. 

#DenizFree – #FreeThemAll
#DenizFree: Die anderen inhaftierten JournalistInnen dürfen nicht vergessen werden. Bild: juma

Kommentar. In der Türkei sitzen über 150 JournalistInnen in Haft. Ihr Vergehen? Sie haben ihren Job gemacht. Deniz Yücel war einer von ihnen, nun ist er wieder in Freiheit, aber die Pressefreiheit ist damit noch lange nicht wiederhergestellt.

 
El Salvador zeigt, wohin rigide Abtreibungsverbote führen
Früher bei der Guerilla, heute beim Feminismus: Morena Herrera kämpft seit Jahrzehnten für Freiheit und Rechte der Frauen. Foto: Maria Patricia Leiva/OAS (CC BY-NC-ND 2.0)

Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch ist im katholisch-konservativen Lateinamerika meist nur in Ausnahmefällen gegeben. Die Zustände in El Salvador gehen aber noch weit darüber hinaus: Es herrscht ein totales Abtreibungsverbot, Frauen werden zu hohen Haftstrafen verurteilt und Fehlgeburten führen zu willkürlichen Mordanklagen.

Verein vermittelt Zeitungsabos und Pakete an Inhaftierte
Justizvollzugsanstalt Bochum: Keine Weihnachtsstimmung in der Krümmede. Foto: joop

Spenden für den guten Zweck gehört zur Weihnachtszeit dazu wie der Tannenbaum, von der Kollekte beim Gottesdienst bis zu den Sammlungen in Fußgängerzonen. Menschen in Haft eine kleine Freude zu machen – ausgerechnet, mögen einige denken – kommt da nicht sofort in den Sinn. Doch ein Zeitungsabo, ein Buch, ein Päckchen zu schenken ist nicht nur praktizierte christliche Nächstenliebe, sondern wertvolle Integrationsarbeit. Die Vermittlung läuft über den Verein „Freiabonnements für Gefangene“, der die Resozialisierung Inhaftierter durch die Versorgung mit Informations- und Bildungsmaterialien unterstützt.