Fremdenfeindlichkeit
Eine geile, entspannte Party: Das Duisburger Gratis-Metalfestival Rage against Racism
Rock’n’Roll gegen Rassismus: Die Band Kärbholz begeisterte als Freitagsheadliner ihre Fans auf dem 13. Rage against Racism in Duisburg-Rheinhausen. Foto: alx

Metal-Fans sind paradox. Einerseits gelten sie als konservativ und können seit 40 Jahren die Diskussion führen, ob Keyboards etwas im Metal verloren haben. Andererseits bilden sie eine sehr offene und tolerante Szene. Unpolitisch geht es da meist zu. Gegen Fremdenfeindlichkeit aber darf man ein Zeichen setzen! Das Festival Rage against Racism hat sich in den letzten Jahren zum Pflichttermin für viele Fans gemausert. Eine vielseitige Bandauswahl und die lockere Atmosphäre lockten auch diesmal – trotz Hagelschauer – Tausende nach Duisburg-Rheinhausen.

Lebens- und fremdenfeindlich: Aufkleber mit Rasierklingen
Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassimsus: Der AStA der Ruhr-Uni verurteilt die gefährlichen Aufkleber aufs Schärfste. Foto-Quelle: Facebook, RUB-AStA

Am Donnerstag warnte der AStA auf seiner Internet- und Facebook-Seite vor fremdenfeindlichen Aufklebern mit der Aufschrift „Refugees NOT Welcome“, die auf dem gesamten Campus von Unbekannten angebracht worden seien. Angeblich waren unter ihnen Rasierklingen versteckt, die das Entfernen zu einer gefährlichen Sache machen. Laut Pressestelle der RUB wurden bisher keine Klingen gefunden.

Wir bekennen Farbe: Aktion gegen Nazis &Fremdenfeindlichkeit
Feuer und Flamme gegen Frost und Nazis: Studierende bringen Plakate an. Foto: bent

Mit bunten Plakaten setzt die Initiative RUB bekennt Farbe ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die :bsz hat die Aktion begleitet.

Kommentar: Dezenter Rassismus? Die FDP gibt sich als alberne Möchtegern-AfD
Aus der Mülltonne der Geschichte gekrochen: Die FDP versucht, mit rechtspopulistischen Parolen zu punkten. Karikatur: kac

(Un)tote Liberale: Die FDP versucht, mit rechtspopulistischen Parolen à la AfD aus der Versenkung zu kommen. Das ist ebenso vergeblich wie jämmerlich.

Singen gegen Nazis: Lauter Schrei nach Toleranz
Im Regen gegen Rechts: Der Flashmob #AktionArschloch setzte ein musikalisches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Foto: lux

Am 12. September versammelten sich auf dem Husemannplatz in Bochum zwischen 150 und 200 Menschen, um am bundesweiten Flashmob zur #AktionArschloch teilzunehmen und lauthals „Schrei nach Liebe“ zu singen. Ziel der Initiative war es, den Hit der Ärzte wieder auf Platz 1 der deutschen Charts zu bringen und so ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus zu setzen.

Südafrika: Gewalt gegen MigrantInnen nimmt weiter zu
Von Armut und Rassismus geprägt: In Südafrika herrschen große soziale Widersprüche. Foto: Irene Allerborn

Im April diesen Jahres wurde Südafrika erschüttert von den zum Teil tödlichen fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Hafenstadt Durban und in Johannesburg. Mehr als 5.000 der betroffenen MigrantInnen aus ostafrikanischen Ländern flüchteten in sporadisch errichtete Camps oder kehrten verängstigt in ihre Herkunftsländer zurück. Schnell kamen Erinnerungen an die Unruhen in Johannesburg im Jahr 2008 hoch: damals jagten wütende Menschenmassen MigrantInnen durch die Straßen und zündeten sie zum Teil bei lebendigem Leib an – 62 Menschen starben.

Zum Gedenken an den Brandanschlag in Solingen vor 22 Jahren
Das Mahnmal in Solingen.

Am 29. Mai 1993 hatten vier junge Neonazis in Solingen das Haus der türkischen Familie Genç angezündet. Zwei Frauen und drei Mädchen starben; die anderen 14 BewohnerInnen erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.