Fasten
Fasten in Coronazeit

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. Weil dieser sich nach dem Mond richtet, wandert er durch das Sonnenjahr und findet daher jedes Jahr zehn bis zwölf Tage früher statt. Zudem gibt es Muslim:innen, die sich an die aufgrund astronomischer Berechnungen vorhergesagten Daten halten, was den Beginn des Ramadan angeht. Andere richten sich strikter nach den Vorgaben im Koran, denen zufolge, der Monat erst beginnt, wenn in Saudi-Arabien, dem Ursprungsland des Islam, die erste Neumondsichel zu sehen ist, was zu einer Verzögerung von einem Tag führen kann. Der islamischen Überlieferung zufolge wurde im Monat Ramadan der Koran, das Wort Gottes, herab gesandt. Den Vorgaben des Koran zufolge fasten Muslim:innen den gesamten Monat hindurch, was bedeutet, sie verzichten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken, auf sexuelle Handlungen und Rauchen. Stattdessen wird besonderer Wert auf das Gebet, das Lesen des Koran und die innere Einkehr gelegt. Bei Sonnenuntergang wird gemeinsam das Fasten gebrochen (Iftar) und gebetet. Am Ende des Monats findet das dreitägige Fest des Fastenbrechens (Eid al-fitr), hierzulande besser bekannt unter dem türkischen Namen Zuckerfest, statt.

:Leon Wystrychowski

Feiertage - wie das duftet!

Fatenbrechen.Die muslimische Fastenzeit ist vergangenes Wochenende zu Ende gegangen. Eigentlich hätte es dazu das jährliche Fastenbrechen in der Mensa gegeben, doch Corona verhindert leider auch das. 

Die vielen Arten des Fastens
Symbolbild

Fasten. Zu Ostern endet die Fastenzeit im Christentum. Nach 40 Tagen Enthaltung können Gläubige wieder normal konsumieren. Doch neben dem christlichen Fasten gibt es bekanntlich weitere religiöse Fastenzeiten. Aber auch andere Formen des Fastens, die einen nicht-religiösen Bezug haben, konnten sich in den vergangenen Jahren etablieren. Hier werden einige davon vorgestellt.

Kommentar: Respekt gegenüber muslimischen Mitmenschen

Die Finanzierung des „Interkulturellen Abendessens“ mit studentischen Geldern ist wegen des islamisch-religiösen Kontextes dieser Veranstaltung umstritten. Die dahinter stehende Intention ist jedoch zweifelsfrei positiv.

Mehr als 700 TeilnehmerInnen beim 6. Interkulturellen Abendessen
Die Mensa: Nicht nur im Ramadan ein Ort des interkulturellen Austausches.

(koi) Nicht essen, nicht trinken, den ganzen Tag lang – und das freiwillig im Namen des Glaubens: Viele muslimische KomilitonInnen und KollegInnen befinden sich derzeit im Fastenmonat Ramadan. Nahrungsaufnahme ist beim Fasten nach islamischem Ritus erst nach Sonnenuntergang gestattet. Zu einem gemeinsamen Fastenbrechen trafen sich am vergangenen Donnerstag über 700 RUB-Mitglieder in der Mensa.