Europa
Generation What: 920.000 EuropäerInnen sagen ihre Meinungen zu Themen, wie Politik
Goethe entsetzt: Seine Gedichte können SchülerInnen analysieren, aber eine Steuererklärung machen wird schwierig. Bild: G. Meiners

Der Generation Y wird so einiges nachgesagt: Man sei nur auf Individualität und Selbstverwirklichung aus, Idealismus par exellence. Die bis November laufende Studie „Generation What“ geht der Frage auf den Grund, was die 18 bis 34-jährigen in Europa bewegt. Fest steht: Das deutsche Bildungssystem wird stark kritisiert. 

Eine Union – unterschiedliche Regelungen
Die Indikation, also der Eingriff bei Schwangeren, in Europa: In den meisten europäischen Ländern ist Abtreibung legal. Karte: kac

In vielen Ländern ist der Schwangerschaftsabbruch legal. Oft muss die Frau ein Beratungsgespräch mit einem Arzt, einer Ärztin oder in einer Schwangerschaftsberatungsstelle führen, bevor es zu einem Eingriff kommt. Wie sieht es dahingehend in Europa aus?

Brexit – eine Wahl, die in die Geschichte eingeht
Und UK so zur EU: Macht’s gut, ihr Trottel!  Quellen: freepik, sat; Montage: sat

Am 23. Juni hat das Vereinigte Königreich entschieden – 51,9 Prozent stimmten für einen EU-Austritt. Welche Folgen hat dieser Austritt und welche Auswirkungen haben diese auf die Akteure?

HRW beobachtet massive Menschenrechtsverstöße in der Türkei
Flüchtlingsboote auf dem offenen Meer: Solche Bilder soll es nicht mehr geben. Foto: UNHCR/A. D‘Amato

Mehr als zwei Millionen SyrerInnen halten sich aktuell unter  „temporärem Schutz“ in der Türkei auf. Am Dienstag berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) aus Istanbul von BeamtInnen, die Asylsuchende mit Waffengewalt an der Überquerung der Staatsgrenze hinderten. Von fünf Toten ist die Rede.

Vier junge Bochumer PolitikerInnen diskutierten über Möglichkeiten der innereuropäischen Kooperation
Große Pläne, in kleiner Runde geschmiedet: In einem gemütlichen Sitzkreis diskutierten die TeilnehmerInnen über die Zukunft der EU. Foto: bk

„Spätestens im Jahr 2020 wird es eine europäische Verfassung geben – mit allen, die dann eben mitmachen wollen.“ Eine kühne These, die Patrick Guidato, Mitglied der Bochumer JuLis (Junge Liberale), im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der europäischen Zusammenarbeit in den Raum warf. Diese Vorstellung hielten nicht alle seine DiskussionspartnerInnen – allesamt junge Bochumer Partei-VertreterInnen – für realistisch. Aber wie soll sie denn sonst aussehen, die Zukunft Europas? 

Kommentar: Europa streitet über die Fluchtkrise
Quotenproblematik: Geflüchtete könnten zukünftig dorthin geschickt werden, wo sie weder hinwollen, noch willkommen sind. Karikatur: ck

In welchem EU-Land sollen wieviele Geflüchtete untergebracht werden? Angesichts der aktuellen Krise hat die EU-Kommission Quoten für die Verteilung angestrebt, welche die Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl der Länder berücksichtigen. Die InnenministerInnen der 28 Mitgliedsstaaten beschlossen vergangene Woche jedoch lediglich als Notmaßnahme die Umverteilung von insgesamt 120.000 Geflüchteten aus stark belasteten EU-Staaten. Und selbst das ging nur per Mehrheitsbeschluss gegen die Stimmen von Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Rumänien.

Die Diskussion über eine glaubwürdige linke Alternative zum EU-Spardiktat auf dem Féile an Phobail

Gibt es eine glaubwürdige linke Alternative zum gegenwärtigen wirtschaftlichen Spardiktat? Diese Frage stellten sich Politiker dreier irischer Parteien im Rahmen des Féile an Phobail (Volksfest) in Belfast. Es herrschte zwar Einigkeit über das Vorhandensein einer Alternative, wie diese konkret umgesetzt werden kann, blieb aber unklar. 

Goldenes Zeitalter des Separatismus bricht an

Wir schreiben das Jahr 2024, blicken zurück auf das vergangene Jahrzehnt und müssen feststellen: Der Separatismus, der mit dem schottischen Referendum seinen Siegeszug durch Europa antrat, war ein voller Erfolg. Der Kontinent hat sich in einen Flickenteppich harmloser Zwergstaaten balkanisiert, die nun in einträchtiger Zwietracht, aber immerhin friedlich koexistieren. Ihre Zerstrittenheit ist Garant dafür, dass von europäischem Boden nie wieder ein Imperialismus ausgehen und sich die Mehrheit der Weltbevölkerung endlich mal ohne westliche Einmischung entfalten kann. Aber die BefürworterInnen der Kleinstaaterei mussten gegen enorme Widerstände ankämpfen, bis sich ihr Erfolgsmodell durchsetzte.
 

Michael Jürgs hat auf dem „Sklavenmarkt Europa“ recherchiert
Der ehemalige Stern-Chefredakteur Michael Jürgs: Setzt sich in seinem neuen Buch mit Sklavenhandel in Europa auseinander. Quelle: wikimedia commons / Udo Grimberg

(Christoph Koitka) Weltweit werden jährlich Milliarden für Menschen bezahlt. Homo sapiens, eine von unzähligen Waren auf dem globalen Markt. Der Autor und ehemalige Stern-Chefredakteur Michael Jürgs („Seichtgebiete“, „BKA: Die Jäger des Bösen“) hat sich für sein neues Buch „Sklavenmarkt Europa“ die mafiösen Geschäfte einmal genauer angesehen. Seine Recherchen haben ihn dabei tief in die Abgründe (un-)menschlichen Handelns geführt. Die :bsz hat mit ihm gesprochen.

Studierende können sich jetzt für EU-gefördertes Kulturprojekt bewerben
Künstlerische Auseinandersetzung mit der europäischen Identität. Grafik: ln

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) und neun weitere europäische Partnerorganisationen rufen seit dem 7. Januar 2014 Studierende aller Fachrichtungen auf, sich für das Projekt „European Citizen Campus“ zu bewerben. Insgesamt 144 Studierende aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und Portugal können teilnehmen. Pro Land werden im kommenden Sommer 24 Studierende von renommierten KünstlerInnen dabei unterstützt, sich mit ihrer EU-Bürgerschaft künstlerisch auseinanderzusetzen. 

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