Dortmund
Vor Hogesa: Antirassistische Großdemo in Dortmund
Bunter Protest: Durch die Kampagne „Es reicht“ sieht sich auch die Polizie gezwungen, schärfer gegen Nazis vorzugehen. Foto: Alexander Völkel

Nach einem versuchten Mordanschlag von Nazis auf einen Dortmunder Antifaschisten reagierte die Kampagne „Es reicht“ mit einer Großdemo. Doch am Samstag (8. Oktober) wollen Hogesa eine Kundgebung durchführen. 

Kommentar: Alternative zu Deutschland: Breiter Protest gegen Rassismus

Dortmund als Kontrastprogramm zu Bautzen? Das breite antifaschistische Bündnis „Es reicht“ hat zivilgesellschaftlichen Druck auf die Polizei ausgeübt. Die muss nun konsequent weiterziehen und die rechte Szene zerschlagen.

Am Samstag soll Deutschlands größte Neonazi-Hetze in Dortmund stattfinden
Luft in die Barrikaden: Dortmunder BürgerInnen proben die Gegenproteste schon mal bei einer Kunstaktion des Schauspiel Dortmund. Foto: bent

Bis zu 1.000 FaschistInnen aus ganz Deutschland wollen am 4. Juni den sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ (tddz) in Dortmund feiern. Verschiedene Bündnisse rufen zu Gegenprotesten auf. Für Kritik sorgt dagegen das Verhalten der Polizei.

Deutsche Polesport-Meisterschaft in Dortmund: „Von der Stange“ muss nicht schlecht sein
Tänzerische Hochleistungen an der Stange: Xuerao Zhang und Sarah Peys aus Dortmund und Essen. Foto: mar

Zum dritten Mal fand am vergangenen Wochenende die Deutsche Polesport-Meisterschaft statt, zum dritten Mal im Ruhrgebiet. Insgesamt 96 Athletinnen und Athleten bewiesen an zwei Stangen und auf dem Boden ihre Ausdauer, Kraft und Gelenkigkeit, um sich für die Weltmeisterschaft in London zu qualifizieren. Mit schmuddeligen Tabledancebars hat das nichts zu tun.

Connections to the Nazi past.

Usually, May 1 is linked with the political left and the struggle of workers to achieve the eight-hour day. In Germany, however, this date has an ambivalent character: It also has a historical connection to the Nazi past.

 
Beim Dortmunder Bierfest gab es nicht nur Gebräu nach dem Reinheitsgebot
So kann man Bierkultur auch zelebrieren: Ein Biersommelier, stilsicher mit Fliege und einem Braustammbaum. Foto: mar

Ein Fest zu Ehren des erhabenen Elixiers: Dortmund feierte um den Tag des deutschen Bieres (23. April) herum ein Wochenende lang das Festival der Dortmunder Bierkultur am U. Unser Redakteur Marek stürzte sich am Samstag ins Getümmel, um sich zu berauschen – an einem tollen Fest, versteht sich.

 
„Dortmunder Neu Gold. Kunst – Bier – Alchemie“ zeigt die inspirierende Kraft des Gebräus
Die Gegend um die baden-württembergische Stadt Tettnang ist für ihren Hopfen berühmt: In der Folklore manifestiert sich das im Hopfennarren. Foto: mar

Es ist nach eigenen Angaben die einzige Ausstellung in Deutschland, die das Reinheitsjubiläum nicht bloß historisch feiert, sondern sich auch der Kunst öffnet. Wie vom Dortmunder U gewohnt, beleuchtet „Dortmunder Neu Gold. Kunst – Bier – Alchemie“ ein Thema geschichtlich und zeitgenössisch, pop- und hochkulturell, international und vielseitig. Noch bis zum 1. Mai kann man sich davon überzeugen, wie inspirierend Bier sein kann.

Kommentar: Straßenstrich in Dortmund bleibt geschlossen

2011 erklärte Dortmund das gesamte Stadtgebiet zum Sperrbezirk für Straßenprostitution. Die Prostituierte Dany K. klagte deswegen durch alle Instanzen gegen den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Nun bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit des Verbots. Die pauschale Kriminalisierung der Straßenprostitution löst aber keine sozialen Probleme, sondern verdrängt und verschärft sie lediglich.  

Studi-VertreterInnen beteiligen sich an Gegenprotesten zum „Tag der deutschen Zukunft“

Solidarität und Unterstützung mit den GegenaktivistInnen des größten deutschlandweiten Naziaufmarsches am 4. Juni in Dortmund: Das entschied das Studierendenparlament (StuPa) mehrheitlich in der letzten Sitzung.

500 Jahre Reinheitsgebot: Slammen für den Gerstensaft
Poetry trifft auf Science Slam: Micha-El Goehre (Mitte) setzt sich durch gegen den Bochumer Benedikt Dercks (rechts), Christian Krumm (links) und Robert Kayser. Fotos: alx; Arrangement: mar

Das Reinheitsgebot von 1516 wird dieses Jahr am 23. April 500 Jahre alt. Einst von den bayrischen Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. erdacht, um uns vor schlechtem Biere zu schützen, erfüllt es uns heute immer noch mit Stolz, wenn andere Nationen von unserem flüssigen Gold schwärmen.

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