Denkmal
Eine Schönheit im grauen Betongewand: Die gesamte RUB steht nun unter Denkmalschutz
Kack die Wand an, is dat schön hier! Aus dem architektonischen Mahnmal wurde ein offizielles Denkmal.         	    Foto/Illustration: mb

„Die RUB ist gar nicht so hässlich, die hässlichen Stellen haben sie doch alle mit Beton verdeckt.“ Was hat sich die Ruhr-Universität nicht schon alles an Spott über ihre Architektur anhören müssen! 

DIE :bsz-GLOSSE

Denkmal: Ein Erinnerungsgegenstand, der in unterschiedlicher Form vorkommt. Das kann eine Statue sein, die an eine berühmte und meist verstorbene Person erinnert.

Eine Betonschönheit kann nichts entstellen – vor allem nicht unter Denkmalschutz
Eckig, grau, und baulich wertvoll: Die Ruhr-Universität Bochum. Fotos: mb

Die Nachricht verbreitete sich zunächst verhalten – von offizieller Seite folgte erst auf Nachfrage die Bestätigung: Unsere wunderschöne Uni hat nun den Denkmalstatus erlangt! Ob und wie sehr das der geplanten Campusmodernisierung im Weg steht, kann aber offenbar noch niemand abschätzen.

Satire: Denkmalstatus soll erst der Anfang sein: Ziel ist Aufstieg in Weltwunder-Liga
Das Mussoleum ist nur einer der Weltwunder-würdigen Orte an der denkmalgeschützten RUB. Foto: mb

Noch schmunzeln wir hinter vorgehaltener Hand, wenn wir die Worte RUB und Denkmal in ein und demselben Satz lesen. Dabei soll dies erst der Anfang sein beim Aufstieg des Betonbau-Ensembles in die Kulturstätten-Elite. Die Geheimpläne liegen der :bsz exklusiv vor.

China hat Wuppertal ein besonderes Denkmal geschenkt
Engels-gleich? Man merkt der Engels-Statue ihre kulturelle Herkunft ein wenig an. Foto: Patrick Henkelmann

Vor zwei Wochen wurde im Wuppertaler Stadtteil Barmen eine überlebensgroße Bronzestatue eingeweiht. Sie stellt einen älteren Mann in nachdenklicher Pose dar. Der Mann trägt einen langen Bart und einen Mantel, seine Gesichtszüge haben etwas Asiatisches. Die Statue ist ein Geschenk aus China – und für Wuppertals wirtschaftliche Zukunft von Bedeutung. Doch zeigt das imposante Standbild nicht etwa Konfuzius oder Laotse, sondern Friedrich Engels.