AStA
Bericht von der achten Sitzung des 46. Studierendenparlaments
Theater, Oper, Gender, Fahrräder: Das Studierendenparlament hat viele Baustellen. Collage: koi/mar

Das 46. Studierendenparlament (StuPa) der Ruhr-Universität hat sich am vergangenen Donnerstag (11. Juli.) zur letzten Sitzung vor der Sommerpause getroffen. Neben abschließenden Worten zur ‚Wagner-Debatte‘ (s.o.) standen der Antrag auf Finanzierung einer dritten SprecherInnen-Stelle der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK), eine geplante Urabstimmung zur Abo-Vertragsverlängerung mit dem Schauspielhaus sowie der Beschluss des Nachtragshaushalts auf der Tagesordnung.

Nach der StuPa-Debatte ist vor der StuPa-Debatte

Unser Bericht zur letzten Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) in der vergangenen Ausgabe der :bsz hat sich in einem kurzen letzten Absatz mit einer Debatte der ParlamentarierInnen beschäftigt, die das Ring-Festival RUB und die Förderung desselben durch den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zum Thema hatte.

Edelgard Bulmahn berichtete an der Ruhr-Uni aus der Enquete-Kommission
Wie misst man zukünftig Wohlstand? PoBi-Referentin Lena Borsch begrüßt Edelgard Bulmahn an der RUB. - Foto: AStA RUB

Es sind besondere und große Themen, die den Bundestag bisweilen dazu bewegen, eine Enquete-Kommission einzuberufen. „Enquete“ ist aus dem Französischen übernommen und bedeutet soviel wie „Untersuchung“. Die Aufgabe von Enquete-Kommissionen ist es, grundlegende Fragen der Gesellschaft zu untersuchen und eine Bestandsaufnahme über einen Themenkomplex zu leisten. Auf deren Grundlage sollen dann die Abgeordneten in die Lage versetzt werden, zu neuen Themen, die gesellschaftsweite Relevanz besitzen, konkrete Gesetzentwürfe zu beraten. In diese Kommissionen entsenden alle im Bundestag vertretenen Parteien Abgeordnete und berufen zusätzlich Sachverständige aus der Wissenschaft.

Bericht von der 7. Sitzung des Studierendenparlaments
Veranstaltung zum Knicken? Das Wagnerestival ist umstritten. Foto: ks

Im Rahmen unseres Bemühens, die Studierendenschaft über die Ergebnisse der studentischen Selbstverwaltung zu informieren, berichten wir auch diesmal von der Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa), die am 27. Juni 2013 stattfand.

:bsz-Statut auf dem Weg, Radeln verlängert & Theater-Flatrate
Grafik: Studierendenparlament, stupa-bochum.de

Am 12. Juni hat sich das Studierendenparlament (Stupa) der Ruhr-Universität zu seiner sechsten Sitzung in diesem Semester getroffen. Auf der Tagesordnung standen neben den Formalitäten drei aktuelle Themen: Die neuen Fahrradverleihstationen an der Ruhr-Uni, die Beschlussfassung über eine Aktualisierung des Redaktionsstatuts der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (:bsz) und die sogenannte „Theaterflatrate“, bei der es um einen Vertrag mit dem Schauspielhaus Bochum geht, der vorsieht, dass Studierende zukünftig für einen Euro im Semester Vorstellungen im Schauspielhaus besuchen können. 

AStA und Schauspielhaus Bochum planen eine „Theater-Flatrate“ für Studierende
Das Schauspielhaus Bochum hat der Studierendenschaft eine Kooperation angeboten: Die Theater-Flatrate für Studierende. Foto: Schauspielhaus Bochum / Jürgen Landes

Am gestrigen Dienstag wurde dem Studierendenparlament (StuPa) eine mögliche neue Kooperation der Studie-rendenschaft mit dem Schauspielhaus Bochum vorgestellt. Das Theater war in der Vergangenheit an den AStA heran-getreten, um verschiedene Ideen einer Zusammenarbeit zu besprechen. Dabei entstand die Vision eines Theater-Abos für Studierende, das intern bereits als „Theater-Flatrate“ bezeichnet wird. Schon ab dem kommenden Winterse-mester 2013/14 könnte diese Koopera-tion für die Studierenden zum Tragen kommen. Derzeit sind die genauen Vertragsinhalte und Bedingungen zwar noch nicht festgelegt; dennoch zeigen sich sowohl Schauspielhaus als auch AStA zuversichtlich, eine für alle Seiten vorteilsbringende Vereinbarung treffen zu können. Konkret sieht die derzeit geplante Kooperation vor, dass Studierende der RUB ab dem nächsten Semester komplett umsonst alle eigenen Produktionen des Schauspielhauses an den theatereigenen Spielorten, also auch in den Kammerspielen und dem Theater unter Tage, besuchen könnten. Dafür müsste der AStA pro Semester und pro Studierendem/r einen Euro an das Schauspielhaus bezahlen. In Abhängig-keit zu den Studierendenzahlen ergäbe das einen ungefähren Betragvon knapp über 40.000 Euro. Der symbolische Bei-trag von einem Euro würde von den Stu-dierenden über den Sozialbeitrag bezahlt werden, welcher sich also um einen Euro erhöhen würde.

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Umstrukturierung: Wenn nach dem 1. April Rauch aus dem Studierendenhaus kommt, muss das nicht unbedingt Feuer bedeuten. Foto: USch

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte die :bsz eine weitere Meldung aus dem Studierendenparlament (StuPa) über das online vermeldete Ergebnis einer ‚just in time‘ einberufenen außerordentlichen Sondersitzung: Mit überwältigender Mehrheit beschloss das StuPa laut AStA-Netzseiten die Umstrukturierung des Allgemeinen Studierendenausschusses der RUB und seiner angegliederten Betriebe. „Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen werden wir nun zum ‚reformierten Allgemeinen Studierendenausschuss‘ und benennen uns mit sofortiger Wirkung um“, heißt es dort. „Der ‚rAStA‘ ist geboren!“

Durchbruch nach vier StuPa-Sitzungstagen
Erhielt auch Stimmen der Opposition: Noureddine El Ghoulbzouri (IL) engagiert sich für die Belange ausländischer Studierender. Foto: Privat

Nachdem bereits die aktuelle AStA-Wahl zwei Tage in Anspruch genommen hatte (die :bsz berichtete), ist nun auch der Haushalt der Studierendenschaft nach zweitägiger Beratung im Studierendenparlament (StuPa) verabschiedet worden. Zwar verlief die Debatte sehr sachlich, jedoch durchaus kontrovers: Umstritten waren vor allem die Posten für Personalausgaben, Aufwandsentschädigungen für StudierendenvertreterInnen, die Unterstützungszuwendungen für Veranstaltungen der Studierendenschaft sowie steigende Aufwendungen für die AStA-Betriebe. Am vierten Sitzungstag wurde der Haushaltsplan der Studierendenschaft der RUB über insgesamt knapp 15.165.000 Euro (davon rund 13.242.775 Euro fürs Semesterticket) mit 19 zu 11 Stimmen verabschiedet. Zudem beschloss das StuPa eine neue Satzung und befasste sich unter anderem mit den Vorbereitungen des diesjährigen Campusfests.

Die studentische Stimme ist nicht zu unterschätzen – Wie können wir sie nutzen?
Nordforum: AStA vs. UV. Foto: Jacq

„Zwei mal drei macht vier / Widdewiddewitt und drei macht Neune / Ich mach mir die Welt / Widdewidde wie sie mir gefällt!“ So heißt es im berühmten Lied von Pippi Langstrumpf, der ewig jungen Rebellin. Studiert man an der RUB, kann man unumstößliche mathematische Wahrheiten zwar nicht so einfach nach Belieben umstoßen, wohl aber hat man eine ganze Menge Möglichkeiten, die Uni-Welt so zu gestalten, wie sie einem gefällt.
 

Die RUB bietet Vieles, für das es sich lohnt, die Uni zu schwänzen...
Kulturcafé und Studierendenhaus: Treffpunkt und Veranstaltungsort. Foto: Jacq

An der Universität ist man zum Lernen. Klar, hier wird der Grundstein für das berufliche Weiterkommen gelegt; hier gilt es, fleißig Creditpoints zu sammeln, Softskills zu erwerben, einen Abschluss zu bekommen. Doch bei der ganzen Lernerei darf eines nicht in Vergessenheit geraten: Die Jahre, die einE StudentIn an der Uni verbringt, sind auch ganz besondere im Leben eines jungen Menschen. Später, im Berufsleben, ist man meist um ein Vielfaches mehr eingespannt, hat mehr Verpflichtungen und wesentlich weniger Zeit, sich persönlich zu entfalten und Leidenschaften nachzugehen. Deshalb sollte die Zeit an der Uni auch für die schönen Dinge des Lebens nicht zu kurz kommen. Hier stellen wir Euch daher einige der schier unzähligen Möglichkeiten vor, die die Ruhr-Universität bietet, sich die Zeit zu vertreiben, Ablenkung und Zerstreuung vom Lernen zu erfahren und seinen Interessen nachzugehen.

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