Zum Tode von Dr. Michael Flacke

Wer an der RUB Philosophie studiert hat, der kannte ihn. Ob als Dozenten, als Prüfer, als Studienberater oder einfach als Menschen. Am 5. Juli ist Dr. Michael Flacke verstorben.

Stets einen Witz auf den Lippen, freundlich und mit einem scharfen Blick für die Welt um ihn herum, so werden die meisten ihn wohl in Erinnerung behalten. In all seinem Wirken, sei es in der Philosophie oder auch universitätsweit, stand für ihn immer das Wohl der Studierenden an erster Stelle. Wer einmal mit einem Problem zu ihm gekommen ist, wird dies bestätigen können. Seien es fehlende CP, nicht funktionierende Berechnungsvorschriften im VSPL oder beinahe versäumte Fristen: Wenn niemand mehr weiter wusste, hat er noch einmal alles möglich gemacht – auch durch hohen persönlichen Einsatz weit über das zu Erwartende hinaus. Und nicht nur in der Philosophie zeigte sich dieser Einsatz; so setzte er sich beispielsweise in einem Offenen Brief als Unterstützer für die Freie Uni Bochum ein, die sich zwischen 2006 und 2007 für einige Zeit im heutigen Q-West befand und mehrfach von der Räumung bedroht war.

Sein Einsatz hat ihn nahezu unentbehrlich gemacht und sein Verlust trifft die Philosophie an der RUB hart. Es wird schwer werden, ohne ihn und sein aufopferungsvolles Bemühen für die Studierenden auskommen zu müssen.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind mit seiner Familie und seinen Freunden, deren Trauer durch den persönlichen Verlust noch um ein Vielfaches größer sein muss.

:Fachschaftsrat Philosophie

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