Weniger ausländische Studienanfänger:innen

Corona. Seit Jahren steigt in Deutschland die Zahl der Studierenden: Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, waren im vergangenen Sommersemester 2.723.100 Personen an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Damit stieg die Zahl der Studierenden auch zwischen den Sommern 2019 und 2020. Allerdings betrug der Anstieg lediglich 0,8 Prozent. In den Jahren zuvor hatte das Wachstum zwischen den Sommersemestern stets über einem Prozent gelegen. Der geringe Zuwachs hat in erster Linie damit zu tun, dass die Zahl der Studienanfänger:innen gesunken ist und zwar um ganze 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 71.600 Neuzugänge waren zu verzeichnen, rund 8.000 weniger als 2019. Dies wiederum liegt daran, dass die Zahl der ausländischen Studienanfänger:innen stark zurückgegangen ist: Mit 24.700 Erstsemestler:innen brach die Zahl um 28 Prozent ein. Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer:innen, das heißt derjenigen, die ihre Hochschulreife nicht in Deutschland erworben haben, sogar um 29 Prozent. Als Grund nennt das Bundesamt die Covid19-Pandemie. Diese trifft ausländische Studierende ungleich härter als Deutsche: Die meisten haben keinen Anspruch auf BAföG; und selbst wenn, müssen sie zusätzlich arbeiten, was beim aktuellen Arbeitsmarkt schwer zu gewährleisten ist. Da viele Studis zusätzlich auf Hilfe von den Eltern angewiesen sind, wirkt sich die Wirtschaftslage gleich doppelt ungünstig aus. Hinzu kommen weitere Unsicherheiten, wie Einreiseverbote und Grenzschließungen.              

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