Studie zu Einsamkeit

Untersuchung. Eine Gruppe Forscher:innen mit Beteiligung von Susanne Brücker von der Bochumer Arbeitseinheit Psychologische Methodenlehre und Prof. Dr. Kai Horstmann von der Berliner Arbeitsgruppe Psychological Assessment of Person-Situation-Dynamics brachte nun die vorläufigen Ergebnisse einer Studie heraus, welche das wahrgenommene Einsamkeitsgefühl der Menschen zwischen dem 16. März und 12. April beleuchtet. Die ersten vier Wochen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus Pandemie hatten offensichtlich Einfluss auf die sozialen Kontakte der Menschen, und sie konnten ihre Eindrücke ausführlich online in einer Tagebuch-ähnlichen Umfrage schildern, bei der sie vier Tage in Folge über ihren Tagesablauf am vergangenen Tag schreiben sowie danach einen Wochenrückblick verfassten (unter folgendem Link könnt Ihr an der Studie teilnehmen: covid-19-psych.formr.org). Die Daten zu den ersten vier Wochen wurden nun ausgewertet, und auch wenn sie noch nicht das Peer-Review Verfahren durchliefen, geben sie einen ersten, empirisch belegbaren, Ausblick auf den Gemütszustand vieler Menschen. Laut den Ergebnissen berichteten vor allem jüngere Leute (zwischen 18-30) von starken Einsamkeitsgefühlen. Auch Menschen, die sich nicht in einer romantischen Beziehung oder Ehe befanden, sowie diejenigen, die aus verschiedenen Gründen zur sogenannten „Risikogruppe“ gehören, gaben erhöhte Werte an. Wer sich die vorläufigen Ergebnisse selbst durchlesen möchte, kann dies in englischer Sprache unter psyarxiv.com/ytkx9 tun.                

:kjan