Stress hilft gegen Angst

Therapie. Bochumer ForscherInnen am Institut für Kognitive Neurowissenschaft haben einen positiven Effekt von Stress auf das Extinktionslernen gefunden, bei dem erlernte Assoziationen aufgelöst werden. Diese Art der kognitiven Erlernung sorgt für die Verbindung zweier wiederholt zeitlich gepaarter Reize, sodass die Präsentation des ersten Reizes bereits die auf den zweiten Reiz zu erwartende Reaktion hervorruft.
Die Bochumer PsychologInnen konnten nun aufzeigen, dass diese Kontextabhängigkeit nicht auftritt, wenn dem Prozess des Extinktionslernens eine Stresssituation vorausgeht. Durch eine dreitägige Versuchsreihe mit verschiedenen Settings konnte beobachtet werden, dass Stresssituationen Angstreaktionen unterbinden oder zumindest verringern können. Gemeinsam mit anderen Bochumer Arbeitsgruppen wollen die ForscherInnen nun untersuchen, ob Stress vor einer Expositionstherapie tatsächlich die therapeutische Wirksamkeit verbessern kann. Die Ergebnisse der Forschung wurde zuerst in der Zeitschrift „Behavior Therapy“ veröffentlicht.   :juma