Sozialwissenschaft unter Druck

Das HZG (Hochschulzukunftsgesetz) gilt seit dem Wintersemester 2014/15 und gibt die neue Grundlage für die Anwesenheitsregelungen. Studierende müssen seitdem nur in Ausnahmefällen verpflichtend bei ihren Veranstaltungen anwesend sein – etwa bei Sprachkursen, Praktika und Exkursionen. Ziel des AStA ist es, das nun geltende Recht bekannt zu machen und dafür zu sorgen, dass DozentInnen die notwendigen Informationen erhalten.

Der Anwesenheitspflichtmelder kommt allerdings nicht bei allen gut an. „Bitte antworten Sie auf diese Mails nicht, der AStA ist keine Campuspolizei“, heißt es vom Studiendekan für Sozialwissenschaften, Achim Henkel, in einer internen Mail an alle Lehrenden der Fakultät. Dadurch soll der Dialog zwischen den VertreterInnen der Studierenden und den Lehrenden unterbunden werden. Zwar werden den Lehrenden Alternativen aufgezeigt, „zur Herstellung von Rechtssicherheit“, jedoch gerate der AStA von der Funktion des Anwalts der Studierenden in eine exekutive Rolle, die er nicht habe.