Simulierte Praxis

Medizin. Im Herner Marien Hospital, das den Katholischen Kliniken Rhein-Ruhr angehörig und außerdem ein Universitätsklinikum der RUB ist, ist für Studierende der Medizin zum 16. Juni 2021 ein Simulationszentrum hergerichtet worden, das den angehenden Mediziner:innen die Möglichkeit einräumt, praktische Erfahrungen im simulierten Klinikalltag zu sammeln, speziell auch in Notfallsituationen. Die Örtlichkeit besteht aus zwei modern ausgestatteten, eigens für die Simulation hergerichteten Räumen, in denen der Praxisalltag realitätsnah erlebt wird. Dabei ist es dank eines Kurzdistanzbeamers möglich, verschiedene Notfallszenarien durchzuexerzieren: Auf einer Wand kann kurzerhand durch ein projiziertes Lichtbild ein Unfallort oder ein bestimmter Krankenhaussaal abgebildet werden. Um die passende
Atmosphäre zu bieten, können sogar auditive Elemente wie Straßenlärm oder andere Geräuschquellen eingespielt werden. Durch die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Kameras können sich die Studierenden gegenseitig auf die Finger schauen oder ihr eigenes Verhalten im Nachgang prüfen. Im Rahmen der Eröffnung des Zentrums haben Medizinstudierende einige der Möglichkeiten der Simulationen vorgeführt. Der Besuch des Simulationszentrums ist Teil des Blockpraktikums Notfallmedizin, welches Medizinstudierende des neunten Fachsemesters besuchen. Die RUB hat in diese Verbesserung der Lehre 240.000 Euro investiert. Die St. Elisabeth Gruppe, welcher das Marien Hospital angehört, steuerte einen Betrag von 70.000 Euro bei. 

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