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Alles begann mit einem Geiselnehmer, der den Premierminister Englands dazu zwang, bei einer Live-Übertragung Geschlechtsverkehr mit einem Schwein auszuüben. Düstere Dystopien in nicht allzu ferner Zukunft sind seit jeher das Aushängeschild der Serie Black Mirror geworden, deren vierte Staffel jüngst ihr Debüt feierte. Weniger verstörend und beängstigend wurde das beklemmende Zukunftsszenario im Schnitt zwar nicht. Aber die sechs Episoden zeichnen sich dadurch aus, dass den Charakteren beizeiten auch mal ein Happy End vergönnt ist, während andere Episoden in totaler Finsternis enden. Besonders hervorzuheben ist schon die erste Episode „USS Callister“, eine Star-Trek-Parodie, bei der auch NichtGenre-Fans auf ihre Kosten kommen und in deren Mittelpunkt Jesse Plemons (Breaking Bad, Fargo) und Cristin Milioti (How I Met Your Mother, Fargo) brillieren. Mit mehr Humor als für Black Mirror üblich, aber der nötigen Prise moralischer Grenzüberschreitung wird hier die DNA-Sequenzierung zur Erschaffung digitaler Klone unter die Lupe genommen.

:tom