Mehr Stress für Akademiker:innenkinder

Forschung. Ein Forschungsteam, bestehend aus Wissenschaftler:innen der RUB und der Universität Bern, hatten eine Studie veröffentlicht, die Hinweise dafür liefert, dass Erstsemesterstudent:innen die aus einem Akademiker:innenhaushalt stammen, mehr Stress erfahren als solche, die aus Nicht-Akademiker:innenhaushalten kommen. Grund dafür könnte die Angst vor dem Verlust des Sozialstatus der Familie sein, wie die Autor:innen vermuten. In der Studie wurde der Cortisol-Level in den Haaren der Probandinnen gemessen. Cortisol ist ein Stresshormon, dass sich bei Ausschüttungen in den Haaren ablagert. Anhand der Analyse der Haare kann über einen langen Zeitraum das Stresslevel einer Person untersucht werden. Die Analysen wurden mithilfe von 71 Proben getroffen. Die Teilnehmerinnen waren alle weiblich, da die Haarsträhnen ausreichend lang sein mussten. Da sich nur wenige Männer mit langen Haaren meldeten, beschloss man, diese aus der Untersuchung auszuschließen, da dies möglicherweise die Ergebnisse verfälscht hätte. Obwohl Akademiker:innenkinder in der Studie eine höhere nachweisbare Stresshistorie aufwiesen, war das subjektiv empfundene Stresslevel jedoch gleich. Das Paper von RUB-Forscherin Nina Minkley und Alex Bertrams von der Universität Bern erschien im Magazin Frontiers in Psychiatry.   

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