LAT sieht Tutorien in Gefahr

Hochschulrecht. In einer Stellungnahme vom 4. Juni äußerte sich das Landes-Asten-Treffen (LAT NRW) zur Studiumsqualitätsverordnung und kritisierte diese. Das Land beschloss die Änderung am 8. Januar 2021 und regelte, dass nur noch hauptamtliche Mitarbeiter:innen durch Förderungen aus Mitteln der Qualitätsverbesserung (QVM) gefördert werden können. Mittel aus der QVM können durch die Qualitätsverbesserungskommissionen (QVK) an den Hochschulen verteilt werden. Diese sind mehrheitlich studentisch besetzt und haben den Zweck, die Qualität von Lehre und Studienbedingungen zu verbessern. Dass die QVKs die Mittel nun nur noch an hauptamtliches Personal verteilen dürfen, sieht das LAT als Einschränkung der studentischen Mitbestimmung an. „Diese sehr wichtige Mitwirkung der Studierenden bei der Verteilung der Mittel hätte kaum noch Raum, weil die Personalressourcen dauerhaft gebunden wären. Gerade in der Corona-Zeit wurde an allen Hochschulen deutlich, wie wichtig die Einbindung der Studierenden in die Entscheidungsstrukturen der Hochschulen ist.“ Dies würde zwangsläufig den Wegfall vieler studentischer Tutor:innen und sonstiger studentischer Beschäftigten bedeuten, die nicht hauptamtlich angestellt sind und mit Mitteln der QVM finanziert werden. Nicht nur würde dies eine erhebliche Verschlechterung der Vermittlung von Studieninhalten bedeuten, auch bedeute dies den Verlust der Lebensunterhaltsfinanzierung vieler Studierende, so das LAT.

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