Jura-Regelstudienzeit verlängert

Studium. Jurist*innen können in Zukunft ein wenig aufatmen und hin und wieder hinter den Bergen von Gesetzestexten hervorkommen. Denn vergangene Woche beschloss der deutsche Bundestag einstimmig eine Verlängerung der Regelstudienzeit für angehende Rechtsexpert*innen. Mit einer Verlängerung um ein Semester haben Studierende nun fünf, anstatt vier-einhalb Jahre Zeit, das erste Staatsexamen abzulegen. Damit beträgt die Regelstudienzeit von Jurist*innen nun gleich lang wie bei anderen Studiengängen mit Bachelor- und Masterabschluss. Damit ist auch eine Verlängerung der BaföG-Förderung inbegriffen. In der Begründung des Gesetzesentwurfs hieß es, der bislang veranschlagte Zeitraum zur Vollendung des Staatsexamens sei zu knapp bemessen. Durch die Reform der Jurist*innenausbildung im Jahr 2002 sei die Studienzeit von durchschnittlich 9,6 Semestern auf 11,3 Semester angestiegen. Damit liegt die durchschnittliche Studienzeit auch nach der Anpassung der Regelstudienzeit mehr als ein Semester über dem vorgesehenen Zeitraum. Auch die Initiator*innen des Gesetzesvorhabens sagten, der Aufwand für ein Jurastudium sei mindestens mit dem eines Bachelor- und Masterstudiums zu vergleichen, wenn nicht sogar höher. Dennoch zeigten sich Verbände und Studierende, wie die Liste der Studierenden der Rechtswissenschaften (ReWi) zufrieden mit der Abstimmung des Bundestags und begrüßten diese.

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