Iranische Geschichte

Ausstellung. Der heutige Iran liegt größtenteils auf einem Hochplateau, das sich bis zu 1.500 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Zugleich ist es seit langem Schnittstelle zwischen Mesopotamien und der Arabischen Halbinsel, dem Kaukasus und dem indischen Subkontinent. Zugleich hat das Land eine Geschichte, deren Wurzeln weit vor die Regentschaft des Achämenidenkaisers Xerxes zurückreichen. Von 40.000 Jahren spricht die Ausstellung „Das iranische Hochland: Resilienz und Integration in vormodernen Gesellschaften“, die seit dem 8. Juni im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum zu sehen ist. Die Ausstellung findet im Zusammenhang mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten gleichnamigen Projekt statt. Dieses wird koordiniert von der Ruhr-Universität Bochum, der Freien Universität Berlin, dem École pratique des hautes études und dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Teheran. Verantwortlicher Sprecher ist Thomas Stöllner, Experte für Ur- und Frühgeschichte sowie Montanarchäologie, der an der RUB und für das Bergbau-Museum arbeitet. Das Forschungsteam geht der These nach, „dass das Zusammenspiel von sich stark wandelnden äußeren Bedingungen mit tief verankerten kulturellen Krisenbewältigungsmechanismen zu multiplen Hochland-Lebenswelten führten, die für unterschiedlichste Lebensformen eine Anbindung erlaubten“. Angegliedert ist auch die Sonderausstellung „Tod im Salz. Eine archäologische Ermittlung in Persien“ die sich den Salzmännern von Zanjan widmet.

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