Impfstrategie für Studierende

Impfgipfel. Am 27. Mai trafen sich Bund und Länder zum „Impfgipfel“. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Peter-André Alt, kommentierte die Ergebnisse des Gipfels. Während er die aktuellen Entwicklungen als insgesamt positiv einschätzt und auch die Aufhebung der Priorisierung ab dem 7. Juni begrüßt, fordert er mehr organisatorische Unterstützung – speziell für Studierende. „Es geht um die beinahe drei Millionen Studierenden, die sich nun bereits seit drei Semestern in einem Ausnahmezustand befinden“, so Alt. Während die Umstellung auf digitale Angebote erfolgreich gewesen sei, so sei die aktuelle Situation weiterhin für Studierende und Lehrende sehr belastend. Auch der Austausch, der das universitäre Leben sonst ausmache, fehle derzeit. Durch die fluktuierende Zusammensetzung unterschiedlicher Veranstaltungen, statt Klassenverbänden wie in Schulen, benötige der Universitätsbetrieb eine höhere Impfquote und eine Teststrategie sei nicht ausreichend. Damit nicht auch das kommende Wintersemester zwangsweise digital stattfindet, schlägt Prof. Dr. Alt vor, Impfzentren für Studierende weiter offenzuhalten, Hochschulen und Universitätsmedizin in die Impfkampagne zu integrieren, sowie hochschulische Betriebsärzte für Studierende zu nutzen. Abschließend forderte er, dass sich die Länder mit Unterstützung des Bundes mit den Universitäten über Maßnahmen und Ressourcen verständigen.

:kjan