Es gibt Geld fürs Nichtstun

Stipendium. Stipendien stehen im Ruf, vor allem für Überflieger gemacht zu sein und wirken gerne auf Studierende abschreckend, die weder die besten Noten noch den beispielhaftesten Studienverlauf haben. Auf das Gefühl, immer mehr tun zu müssen und zu können antwortet nun die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) mit einem Stipendium, das das Nichtstun belohnt. Es geht dabei um die Frage „Welche Handlungen kann ich unterlassen, damit mein Leben keine negativen Folgen für das Leben anderer hat?“ Anstatt nach Erfolg und Wirksamkeit, solle man heutzutage nach Folgenlosigkeit streben und sich fragen, wie man auch dadurch einen gewünschten Zustand erreichen kann. Die drei Gewinner:innen werden von einer vierköpfigen Jury ermittelt und erhalten je 1.600 Euro. Außerdem werden sie im Rahmen der Kunstausstellung „Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben“ von Projektinitiator Friedrich von Borries vorgestellt. Ganz ohne ein paar Finger in die Tasten zu hauen, geht jedoch auch die Bewerbung für das Nichtstun-Stipendium nicht. Denn zumindest ein paar Fragen muss man beantworten: „Was wollen Sie nicht tun?“ „Wie lange wollen Sie es nicht tun?“ „Warum ist es wichtig, genau das nicht zu tun?“ und „Warum sind sie der*die Richtige, das nicht zu tun?“ Die Bewerbungsfrist dauert noch bis zum 15. September und steht für jede:n offen. Weitere Infos auf tinyurl.com/nichtstun-stipendium.

:stem

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