Durchbruch bei Querschnittslähmung

Wissenschaft. Ein neuer Therapieansatz des Teams vom Lehrstuhl Zellphysiologie der RUB ließ querschnittgelähmte Mäuse binnen weniger Wochen wieder laufen. Dazu seien zwei Faktoren relevant: das Designer-Protein Hyper-Interleukin-6, welches die Nervenzellen zur Regeneration anregt und in der Natur so nicht vorkommt sowie die Art und Weise, wie es in den Körper gelangt. „So wurde durch die gentherapeutische Behandlung nur weniger Nervenzellen die axonale Regeneration verschiedener Nervenzellen im Gehirn und mehrerer motorischer Trakte im Rückenmark gleichzeitig angeregt“, erklärt Dietmar Fischer, Leiter des Lehrstuhls. Bisher galten Schädigungen der Nervenfasern (Axone) im Rückenmarkt als irreversibel. „So wurde durch die gentherapeutische Behandlung nur weniger Nervenzellen, die axonale Regeneration verschiedener Nervenzellen im Gehirn und mehrerer motorischer Trakte im Rückenmark gleichzeitig angeregt“, erklärt Dietmar Fischer. „Wir betreten nun wissenschaftliches Neuland. Diese weiteren Untersuchungen werden unter anderem zeigen, ob die Übertragung dieser neuen Ansätze auch auf Menschen zukünftig möglich sein wird.“
An der RUB werden pro Jahr rund 20.000 Tiere für Tierversuche eingesetzt (Information von 2016), die meisten davon Mäuse und Ratten. Etwa die Hälfte von ihnen werden für wissenschaftliche Zwecke getötet (Info 2016). Die Forschung an Primaten wurden 2012 eingestellt.

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