Datenspürhunde in NRW

Polizei. Fünf fellige Mitarbeiter der Polizei NRW haben eine Fortbildung erhalten und sind nun ausgebildete Datenspeicherspürhunde. Die vierbeinigen Rauschgiftspürhunde sind in einem 20-tägigen Kurs darin ausgebildet worden, Speichermedien zu erspüren, dazu zählen USB-Sticks, CDs, Festplatten, Smartphones und sogar SIM- und SD-Karten. Die fünf Hunde sind in Recklinghausen und Köln stationiert und können zu Ermittlungen in ganz NRW angefordert werden. Damit ist die Polizei NRW eine der ersten deutschen Polizeien, die Datenspürhunde hat. Ali Baba, Herr Rossi, Odin, Jupp und Theo sind zwischen drei und fünf Jahren alt. „Die rund 300 Diensthunde der Nordrheinwestfälischen Polizei sind als Schutzhunde, Rauschgiftspürhunde, Sprengstoffspürhunde, Personenspürhunde, Brandmittelspürhunde, Leichenspürhunde, Mantrailer und Banknotenspürhunde im Einsatz. Dass sie nun auch noch Handys und Festplatten erschnüffeln, zeigt einmal mehr ihren Wert. „Sie gehören zu unserer Polizei wie Blauchlicht und Sirene“, erklärt Minister Herbert Reul. Die Ausbildung der Datenspeicherspürhunde ist als Konsequenz des Falls Lügde anzusehen, bei dem ein solcher Hund angefordert wurde und erfolgreich Datenträger mit Kinderpornographischem Inhalt gefunden wurden. Tatort war damals der Campingplatz Eichwald. Der Fall wurde Ende Januar 2019 bekanntgegeben. Am 27. Juni begann im Landgericht Detmold der Prozess gegen die drei Angeklagten.

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