Aszendent Trapstar

Deutschrap. Dass man grad die zweite Single aus dem neuen Album-Cycle reviewt und einen Tag später das ganze Album dropt, passiert normalerweise selten. Noch seltener ist, dass es auch noch das dritte Album im Zeitraum eines Jahres ist. Dann auch noch konstant qualitativ hochwertige Musik abzuliefern schaffen noch weniger Künstler:innen, und zu den Namen wie BROCKHAMPTON, Gucci Mane und Frank Zappa gesellt sich jetzt auch Haiyti. Die Rapperin aus Hamburg ist seit 2015 aktiv in der deutschen Rap-Szene und beginnend mit einigen mittlerweile relativ obskuren und schwer zu findenden Releases im selben Jahr gab es kaum eine längere Phase ohne neue Musik von ihr. Das 2018er Album Montenegro schaffte es erstmals in die deutschen Albumcharts – auf Platz 25 – mit stärkerem Einfluss von Dancehall-Beats, gleichzeitig gab es aber mit Mafioso auch einen ihrer härtesten Songs überhaupt, dessen Hook mittlerweile der Zeit voraus wirkt. Ihrer Formel ist sie auch heute noch treu geblieben, das beweist sie auf Mieses Leben, denn 808 kicks und hi-hats sind genauso omnipräsent wie Autotune und Texte über Glamour-Leben, arrogantes Flexen aber auch Liebeskummer und Verzweiflung. Jedes Musikvideo sehenswert, jeder Song ein Banger. Wer bisher nicht von Haiytis Output überzeugt war, wird diese Meinung auch mit dem neusten Album nicht ändern. Für mich ist jeder Tag mit neuer Musik von Haiyti ein guter Tag, und das hat Mieses Leben nur noch mehr bestätigt.      

:kjan