Nach:Gehört

Ein Album von Nick Cave and The Bad Seeds ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt. Denn der Stil der Band ist so wechselhaft wie das Wetter. Garage Rock? Art-Rock? Experimental? Mit Ghosteen veröffentlicht die Band nun ihr neues Album. Beim ersten Hören fällt direkt auf: Ghosteen macht einen wesentlich optimistischeren Eindruck als das Vorgänger-Album Skeleton Tree, welches zusammen mit dem 2013er-Album Push the Sky Away und Ghosteen eine Trilogie formt. Zwar beschäftigt sich das Album mit Themen rund um Tod, Existentialismus und Verlust – ein Umstand, der auch auf den Tod von Caves Sohn zurückzuführen ist – doch ist Ghosteen bei dem Prozess der Verarbeitung eines Verlustes auf der optimistischeren Seite aufzufinden. Daher ist der musikalische Stil des Albums wohl auch eher meditativ. Anstatt mit lauten Klängen und heftigen, dröhnenden Schlägen aufzuwarten, verwenden die Künstler*innen Synthesizer, Holzblasinstrumente, gelegentliches Klavier und generell eher elektronische und ambiente Klänge, die keine aufregende Klanglandschaft bieten, sondern mehr beruhigen.

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