Nach:Gehört

Das Doppelalbum „Of Truth and Sacrifice“ ist, was man von Heaven Shall Burn mittlerweile erwarten darf: Groß, laut, schnell und der Beweis, dass man dem Metalcore nicht „entwachsen“ muss, wie viele ehemalige Größen des Genres, um ein gutes Album abzuliefern. Melodische Riffs über hämmernden Drums und dazu die unverkennbare Stimme von Marcus Bischoff sind einfach eine zeitlose Mischung. Doch ganz ohne Veränderungen geht es auch hier nicht: Auf dem Track „The Sorrows of Victory“ scheint Bischoff aus der Zusammenarbeit mit Blind Guardian‘s Hansi Kürsch etwas mitgenommen zu haben und zeigt seine Stimme von einer ganz anderen Seite. Am auffälligsten ist jedoch „La Résistance“, das auf einer Industrial Metal Platte absolut nicht fehl am Platz wäre. Erst in den letzten Tracks verliert das Album etwas an Treibkraft, weshalb der siebenminütige letzte Song die Geduld der Hörer*innen eventuell etwas überstrapaziert. Auch das ändert jedoch nichts daran, dass die fünfköpfige Gruppe aus Thüringen ein gebührendes Comeback abgeliefert hat.  

:kjan