Mit Mambo zu den Paralympics

Unter dem Motto „Feiern können wir alle“ soll an diesem Freitag die erste inklusive Studierendenparty im KulturCafé der Ruhr-Uni Bochum starten, bei der neben den Metal-Bands Tyranuke und Dead Memory auch der umtriebige Heimorgel-Entertainer Mambo Kurt für die Gäste aufspielen wird – und für den guten Zweck.

Organisiert wird die Benefizveranstaltung von der Interessengemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Studierender an Bochumer Hochschulen (IbS), die den Inklusionsgedanken an der RUB vorantreiben und auf Problematiken hinweisen möchte. Trotz Bekenntnissen der Politik zu mehr Inklusion müssten viele integrative Aktionen noch aus eigener Tasche bezahlt werden, sagen Laura-Monica Oprea und Hauke Hoth vom IbS. Exemplarisch dafür steht auch der Nachwuchssportler Valentin Baus, für den am Freitag im Rahmen des Benefizkonzertes Spenden gesammelt werden, um ihn seinen sportlichen Zielen ein Stück näher zu bringen: Einer Teilnahme an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Der Bochumer Student spielt erfolgreich Rollstuhltischtennis, ist Nationalspieler und aktuell Weltranglistendritter.
„Spielt er nicht international, dann kämpft Valentin bei den Herren der TTG Bochum Weitmar – bei den Nichtbehinderten – in der 1. Kreisliga an der Platte um Punkte“, berichten Hoth und Oprea.

Um aber für die Paralympics nominiert zu werden, muss Valentin Qualifikationsturniere spielen. Startgelder, Reisekosten und Lehrgänge bezahlt der Deutsche Behinderten Sportverband nur zum Teil, den Rest der Kosten – bis zu 15.000 Euro pro Jahr – müssen die AthletInnen selbst finanzieren. Am Freitag soll im KulturCafé (Beginn 19.30 Uhr) ein kleines Startkapital zusammen kommen, damit Valentin in Rio um Medaillen kämpfen kann.