Auf den Punkt: Grauzone

Grauzone: Unklar umgrenzter Pufferbereich, politisch, rechtlich, … farblich. Gerade da kennt das farbenleere Grau zahllose Abstufungen. Schattierungen wie stahl- und bleigrau erinnern an Metalle, weitere an Gesteine wie Schiefer, Basalt und Anthrazit. Weißgrau, blaugrau oder schwarzgrau biedern sich anderen Farben an, und manche sind nach Tieren – mausgrau –  oder Brandrückständen benannt – aschgrau. Besonders die monumentale Betonhaftigkeit der RUB zeigt diese Farbtonleiter in all ihrer gräulichen Pracht. Schon im Morgengrauen, wenn Studis den Ort des Grau(en)s betreten, graust ihnen angesichts des ästhetischen Sadismus der Alma Mater, die in Fachkreisen als „Fifty Shades of Grey“ der Architektur gilt. Wäre es für die grauen Eminenzen im Rektorat da nicht naheliegend gewesen, zur Fünfzigjahrfeier dem omnipräsenten Grau statt dem seltenen – nur im Logo vorkommenden – Blau zu huldigen? Statt BlauPause also GrauZone. Passt auch politisch viel besser zu einem Event, an dem Burschenschaften teilnehmen.