Auf den Punkt: Drohne

Drohne: Die Drohne ist eigentlich ein Männchen und nennt sich „der Drohn“. Aber welcher Drohn wird schon im Matriarchat der Bienen, Wespen, Hummeln oder Hornissen seinen Stachel löcken, weil er falsch gegendert wird? Richtig, keiner. Der Drohn ist stachellos, ohne sich jedoch entmannt zu fühlen. Schließlich ist er einzig zur Begattung der Königin da, bei Erfolg ein tödlicher Akt. Die übrigen Drohnen verhungern, denn die Arbei­­terinnen verteidigen als Werktätige und Waffentragende ihre Ressourcen mit vorgehaltenem Stachel gegen die schmarotzenden Männer. Forderte nun die Verteidigungsbiene eines Stocks die Bewaffnung der Drohnen, könnte man von einem Triumph der Emanzipation schwärmen. Wenn sie Waffen tragen, dürfen Drohnen vielleicht auch zur Volkswirtschaft beitragen. Doch die Arbeiterinnen werden ihre Privilegien kaum kampflos aufgeben. Es droht Bürgerkrieg im Bienenstock. Am Ende tobt der Drohnenkrieg längst und ist Grund des rätselhaften Bienensterbens. Summa summarum, bewaffnete Drohnen sind eine schlechte Idee.