Auf den Punkt: Betreuen

Eltern sind von dieser pädagogischen Berufung im Besonderen betroffen: Kinder erziehen, gewollt oder ungewollt. Wir betreuen sie, irgendwann bereuen sie uns, und umgekehrt.
Diese Geschöpfe sind oder werden ein Umbruch in unserem Leben sein. Das spüren selbst die Kinder und wir wissen es, wenn sie unbedingt etwas haben wollen und es mit aller Macht einfordern. Neben Reue steckt im Wort Betreuen allerdings auch die Treue, die wir im Idealfall unseren Kindern schenken, selbst wenn diese uns beschimpfen oder sich ungefragt das Auto ausleihen. Sie gehören halt zur Familie und die kann man sich bekanntlich nicht aussuchen. Unsere Kinder betreuen kann allerdings auch Spaß machen. Zum Beispiel, wenn wir mit ihnen oder über sie lachen, weil sie die Welt mit naiven Augen sehen.
Betreuen bedeutet jedoch nicht, dass wir eine Antwort auf jede Frage oder jedes Problem haben müssen. Manchmal bedeutet es auch, gemeinsam Lösungen zu finden, Inspirationen zu bieten und letztlich die Blagen auf die eigenen Beine zu stellen.