Kolumne

Ist das noch schön oder grenzwertig? Am Freitag kam das neue Video von Shirin David raus und um die Wertung der Musik außer Acht zu lassen, gibt sie, die sonst aussieht wie die neuste Barbie, einen guten Grund zum Aufregen – ihre Hautfarbe. Denn diese sieht aus, als wäre sie in einen Selbstbräunertopf reingefallen. Nur kommt das bei der Black Community nicht gut an. Da Shirin dafür bekannt ist, dass sie Merkmale von dunkelhäutigen Frauen gern mal adaptiert und sie auf die Kritik sehr seriös reagiert hat, gibt es Backlash für sie. Denn sie wolle mit ihrem „Blackfacing“-Make-up niemanden verletzen. Deswegen umarmt sie alle, die sie ,,beleidigt‘‘ hat. Nun gut, ich fühle mich umarmt. Danke Shirin! Ich fühle mich viel besser, nachdem ich vom Herbert in der Bahn für mein exotisches Aussehen gepriesen und gefragt werde, ob es nicht schön sei, heimatliche Temperaturen, weil Herne in der Nähe des Äquators liegt, zu genießen. Auch diesen habe ich direkt umarmt, weil wir das ebenso machen.                       

:bena

Endlich! Eine neue Streaming-Plattform! Noch eine Möglichkeit mehr neben Sky und Co. sein Geld aus dem Fenster zu werfen, um in die alternative Welt der Serien und Filme einzutauchen. „Yesflix“ bietet uns die einzigartige Möglichkeit, noch mehr Filme sowie Serien anzuschauen. Anders als Netflix und Co.

Ach Fußball. 90 min geballte Power gegen den Ball. Ein Spiel, das die Massen begeistert. Natürlich nur wenn die Männer spielen. Als ob die Ästhetik und Schönheit des Ganzen noch das gleiche ist, wenn Frauen spielen. Ist ja ekelig – „Grottenkick“, wie die Bild es betitelt. Hauptsache die Hübsche triff, heißt es in der Schlagzeile weiter. Das kennt man ja. Frauen sind nur akzeptiert in Sportarten, die richtig schön weiblich sind, wie rhythmische Sportgymnastik. Das ist toll und für Kerle verboten – das ist auch gut so, weil sowas würde auch die Männlichkeit schmälern. Zurück zum Frauenfußball. Auch wenn die bierbäuchigen Männer das Niveau der Nationalmannschaft auf Amateurbasis sehen, hat sich dieser in den letzten Jahren professionalisiert und sollte mehr Anerkennung erhalten. Jede*r, der eine Sportart professionell ausübt, egal ob Fußball oder nicht, jede*r sollte für seine*ihre Leistung wertgeschätzt werden. Ob Ihr es mögt oder nicht, lasst die Damen ihren Job machen und feddig.  

:bena

Halten wir mal fest: Fridays for Future begann mit einem Einzelstreik von Greta Thunberg am 20. August 2018. Weltweit bildeten sich Gruppen bereits im September und fügten sich unter einem Hashtag – #FridaysForFuture – zusammen. Spätestens im Dezember ist der Streik auch bei uns in Deutschland medial aufgearbeitet worden, als in Bad Segeberg und Kiel die ersten Streiks begannen. Ich will ja jetzt nicht den ersten Stein werfen, aber einen Antrag im Studierendenparlament stellen, von einer Liste, die sich mit Umweltthemen brüstet und diese auch im Listen-Namen trägt, mit einer neun-zeiligen „Forderung“ der Solidarisierung und der Mobilisierung zu größeren Veranstaltungen durch den AStA… als Schreiben fünfeinhalb Stunden vor StuPa-Sitzung abzuschicken…  Ist doch nichts anderes als sesselpupsendes Lippenbekenntnis. Gut für Euch, dass die meisten Studis nur nach Listen-Name wählen und schnell vergessen, was im Jahr zuvor getan wurde, oder eben nicht.               

  :sat

An dieser Stelle könnte Spott darüber stehen, dass Rezos Haare in etwa die Farbe von Schlümpfen haben oder dass Philipp Amthor der jüngste alte, weiße Mann der Geschichte ist. Auch könnte man sich herrlich über die krachende Zerlegung der Sozialdemokratie auslassen. Und Witze über Horst Seehofer ziehen eigentlich auch immer. Doch mir ist als Journalist derzeit nicht zum Lachen zumute. Zu antidemokratisch sind die bundesdeutschen Zustände. Da fordert eine Möchtegern-Kanzlerkandidatin, Meinungsäußerung vor Wahlen einzuschränken, will sich aber nach Kritik ganz falsch verstanden wissen. Und dann ist da Horst Seehofer. Dass der Mann nicht auf den Pfaden des Grundgesetzes wandelt, sollte bereits seit Jahrzehnten klar sein. Dass er nun aber sogar zur Großoffensive gegen die freien Medien bläst, ist ein Alarmsignal. Wenn Quellen-TKÜ und Messengerüberwachung nicht ausreichen, muss eben das Redaktionsgeheimnis fallen. Im Namen der Sicherheit ...         

Gastautor :juma

Es ist wieder die Zeit des Jahres; der Grand Prix … Ehm ich meine natürlich der Eurovision Song Contest (ESC) fand am vergangenen Samstag statt. Eine Show, die aus 3-minütigen Liedern besteht, die von tollen Interpret*innen gesungen werden und gefühlt 10 Stunden geht.

Sexstreik, weil die Abtreibungsgesetze verschärft wurden. Ein Hoch auf die USA für ihre grandiosen Entscheidungen. Damit meine ich nicht nur die verschärften Gesetzte, die sich gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1973 stellen.

Der Winter nimmt ein Ende und auf der Schlussgeraden wird noch mal alles mögliche in Bewegung gesetzt, um möglichst viel Content für den hungrigen Fan zu liefern. Nein, die Rede ist nicht von einer großen Schneeballschlacht mit allen Freund*innen und Kindern der Nachbarschaft, sondern von Game of Thrones (GoT) und dem bald bevorstehenden Ende der Serie. Aus diesem Anlass wird noch einmal kräftig auf die Franchise-Piñata eingedrescht, in der Hoffnung auf viele bunte Überraschungen. Ob das Ganze allerdings mit einem Lied von SZA, The Weekend und Travis Scott versehen werden muss, ist eher fragwürdig. Wirklich viel haben GoT und Hip Hop nichts gemeinsam, außer, dass Hip Hop und GoT gerade besonders viele Klicks im Netz bekommen. Das Lied wirkt auch nicht, als wäre die GoT Leidenschaft direkt aus den poetischen Herzen der Künstler*innen heraus geflossen, sondern eher so, als wollte man da schnell ein paar billige Klicks erzielen. Irgendwie wirkt die Mixtur hier wie ein Verrat an mindestens zwei Fankulturen.            

:fufu

Jede*r kennt den Klassiker „In einem unbekannten Land / Vor gar nicht allzu langer Zeit / War eine Biene sehr bekannt…‘‘ Als hätte Karel Gott gewusst, dass Bienen bald Geschichte sind. Die Menschheit ist schuld, dass unsere Kindeskinder in der Zukunft mit Bienensocken rumlaufen werden, wenn Bienen die neuen Einhörner sind. Aber um die vom Aussterben bedrohte Art zu retten, lassen sich die Unternehmen einiges einfallen. Supermärkte verkaufen Bienenhotels, Bayer das beste Glyphosat und Beyoncé ein Livealbum. Aber was rettet die Bienen nun wirklich? Ganz klar die Sum-Sum-Aktion von eurem Lieblingspornoportal – Pornhub! Auf dem Sexportal gibt’s nun „Beeporn“ – das Beste, was die Natur uns zu bieten hat und das for bee! Bis Mitte Mai bestäuben die Bienen zum Dirtytalk Eurer Lieblingspornodarsteller*innen die Flora und Fauna. Getreu dem Motto ,,Ihr wisst ja, wo die Kiddies herkommen, Ihr Schlingel.‘‘ Also schmeiss den Inkognitotab an, schaue „Married-couple‘s first bee-some“ und #beesexual.

:bena

Stell D ir vor, Du feierst Geburtstag, aber alle Gäste*innen finden Dich scheiße. So oder ähnlich könnte man beschreiben, was in Hamburg-Harburg passiert ist. Geladen hatte zwar nicht das unrühmliche Geburtstagskind, aber an anderen Orten wollten auch an der Elbe Neonazis am 20. April den Geburtstag ihres Idols Adolf Hitler feiern. Die örtliche NPD hatte geladen, um dem nationalsozialistischen Diktator zu gedenken. Und gekommen ist … Niemand. Naja, zumindest keine Neonazis. Je 300 Polizist*innen und Gegendemonstrant*innen erschienen am angemeldeten Startpunkt der Demonstration und standen sich die Beine in den Bauch. Von den NPD-Anhänger*innen ließ sich nicht einmal der Anmelder blicken. Wer so sehr in der Versenkung verschwindet, dass selbst die eigenen Demonstrationen nicht mehr besucht werden, sollte sich Gedanken über das eigene Image machen. Obwohl das bei der NPD so oder so miserabel ist. Als Grund für das Nichterscheinen gaben die norddeutschen Neonazis übrigens zeitliche Überschneidung an. Wenn das der Führer wüsste …

:juma

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