Nine nine nine

 Nein Nein Nein! Unsere tausendste Ausgabe steht vor der Tür und der Wandel nimmt seinen Lauf. Es gibt noch immer viel zu tun und zu wenig Zeit. Was für Themen? Wie soll die neue Ausgabe aussehen? Werden wir unseren Verstand noch verlieren? Was sollen wir bloß tun?! Aber so geht es nicht nur uns als Zeitung. Pantha rhei (alles fließt) hat schon der Philosoph Heraklit gesagt und hat damit versucht zu beschreiben, dass alles im stetigen Wandel des Lebens ist. Studierende beginnen an der Ruhr-Universität Bochum ein Studium, lernen dort und verlassen sie dann meist wieder, um sich weiterzuentwickeln. Das Gleiche trifft auch auf unsere Alma Mater zu, die RUB, welche sich im stetigen Wandel befindet. Sie ist die Betonperle des Ruhrgebiets, eine verkannte Schönheit. Schon 1980 hat man ihre Komplexität zu schätzen gewusst. Frischlingen wurde ihr geheimer Code im BSZ-Artikel „Die Uni ist eine Lernfabrik aus Beton“ erklärt: „Was bedeutet GABF 04/139?“ oder Fragen wie „Warum folgt auf 02 die 2? Das hab ich doch vorher anders gelernt?!“ wurden gerne geklärt. An der RUB wird Bildung halt gelebt und so wird auch nicht davor Halt gemacht Reformen oder Bildungsgipfel zu kritisieren und die damit verbundenen PolitikerInnen. „Angela Merkel veranstaltet Bildungsgipfel: In Dresden nichts Neues“, lautete die Überschrift auch schon vor fünf Jahren. Dinge verändern sich, aber die RUB ist in manchen Fragen der Fels in der Brandung, an dem man Halt finden kann – um dann weiterzusegeln.

Was aber soll nun in unsere Jubiläumsausgabe kommen? In England würde ich die 999 wählen, um nach Hilfe zu rufen, aber leider ist dem nicht so. Ratlosigkeit macht sich breit – Angst, Panik vor dem Aussetzen der Computer, weil das Jubiläum so kurz bevorsteht. Aber wir geben nicht auf! Wir halten durch. Wir meistern jeglichen Engpass und überstehen auch diese Prüfung des Schicksals! Die PC´s explodieren und die Bleistiftminen zerbersten zu Staub? Dann korrigieren wir halt mit den Fingern weiter! Ein Versagen ist ausgeschlossen und so tun wir das, was unserer Profession gebührt. Auuuh! Wir kramen unermüdlich in unseren Archiven und holen die Geschichte der Uni und der :bsz aus der Versenkung, um Euch zu informieren und zum Schmunzeln zu bringen. Uns ist kein Weg zu lang oder zu kurz, denn für uns geht’s um die Wurst! Nein, wir meinen nicht Conchita Wurst, sondern unseren Stolz, aber wir möchten ihr an dieser Stelle einmal zu ihrem Erfolg gratulieren.

Zurück zum Thema! Uns bleiben nur noch 8 Tage, 9 Stunden, 18 Minuten und 45 Sekunden! Wir haben uns organisiert, geplant und ExpertInnenkommissionen gebildet, die sich mit verschiedensten Themen beschäftigen, um Euch einen schönen und gelungenen Rückblick zu bieten. So wird die Zeitgeschichte der :bsz neu aufgerollt und allerlei Skurrilität gleich mit. Euch erwarten Themen, die so unterschiedlich sind wie Mahatma Gandhi und Meat Loaf. So wahnwitzig und detailverliebt wie ein Kind, das von Lady Gaga und Harald Glöckler gezeugt worden wäre und so seriös wie ein Report von Reich Ranicki oder Markus Lanz. Es werden die Extreme miteinander vereint und das auf nur 12 Seiten, welche kommende Woche gedruckt werden auf feinstem recyceltem Papier. Mögen die Musen Kilo, Melpomene, Thalia, Euterpe, Erato, Kalliope uns gnädig gestimmt sein, um unser Ziel gelungen und formvollendet zu erreichen.  Es soll ein Fest für die Augen und den Verstand sein. Ihr seid herzlich eingeladen, unsere Jubiläumsausgabe in acht Tagen zu lesen! Wir hoffen, sie wird Euch gefallen.