Kolumne

Ach Fußball. 90 min geballte Power gegen den Ball. Ein Spiel, das die Massen begeistert. Natürlich nur wenn die Männer spielen. Als ob die Ästhetik und Schönheit des Ganzen noch das gleiche ist, wenn Frauen spielen. Ist ja ekelig – „Grottenkick“, wie die Bild es betitelt. Hauptsache die Hübsche triff, heißt es in der Schlagzeile weiter. Das kennt man ja. Frauen sind nur akzeptiert in Sportarten, die richtig schön weiblich sind, wie rhythmische Sportgymnastik. Das ist toll und für Kerle verboten – das ist auch gut so, weil sowas würde auch die Männlichkeit schmälern. Zurück zum Frauenfußball. Auch wenn die bierbäuchigen Männer das Niveau der Nationalmannschaft auf Amateurbasis sehen, hat sich dieser in den letzten Jahren professionalisiert und sollte mehr Anerkennung erhalten. Jede*r, der eine Sportart professionell ausübt, egal ob Fußball oder nicht, jede*r sollte für seine*ihre Leistung wertgeschätzt werden. Ob Ihr es mögt oder nicht, lasst die Damen ihren Job machen und feddig.  

:bena

Halten wir mal fest: Fridays for Future begann mit einem Einzelstreik von Greta Thunberg am 20. August 2018. Weltweit bildeten sich Gruppen bereits im September und fügten sich unter einem Hashtag – #FridaysForFuture – zusammen. Spätestens im Dezember ist der Streik auch bei uns in Deutschland medial aufgearbeitet worden, als in Bad Segeberg und Kiel die ersten Streiks begannen. Ich will ja jetzt nicht den ersten Stein werfen, aber einen Antrag im Studierendenparlament stellen, von einer Liste, die sich mit Umweltthemen brüstet und diese auch im Listen-Namen trägt, mit einer neun-zeiligen „Forderung“ der Solidarisierung und der Mobilisierung zu größeren Veranstaltungen durch den AStA… als Schreiben fünfeinhalb Stunden vor StuPa-Sitzung abzuschicken…  Ist doch nichts anderes als sesselpupsendes Lippenbekenntnis. Gut für Euch, dass die meisten Studis nur nach Listen-Name wählen und schnell vergessen, was im Jahr zuvor getan wurde, oder eben nicht.               

  :sat

An dieser Stelle könnte Spott darüber stehen, dass Rezos Haare in etwa die Farbe von Schlümpfen haben oder dass Philipp Amthor der jüngste alte, weiße Mann der Geschichte ist. Auch könnte man sich herrlich über die krachende Zerlegung der Sozialdemokratie auslassen. Und Witze über Horst Seehofer ziehen eigentlich auch immer. Doch mir ist als Journalist derzeit nicht zum Lachen zumute. Zu antidemokratisch sind die bundesdeutschen Zustände. Da fordert eine Möchtegern-Kanzlerkandidatin, Meinungsäußerung vor Wahlen einzuschränken, will sich aber nach Kritik ganz falsch verstanden wissen. Und dann ist da Horst Seehofer. Dass der Mann nicht auf den Pfaden des Grundgesetzes wandelt, sollte bereits seit Jahrzehnten klar sein. Dass er nun aber sogar zur Großoffensive gegen die freien Medien bläst, ist ein Alarmsignal. Wenn Quellen-TKÜ und Messengerüberwachung nicht ausreichen, muss eben das Redaktionsgeheimnis fallen. Im Namen der Sicherheit ...         

Gastautor :juma

Es ist wieder die Zeit des Jahres; der Grand Prix … Ehm ich meine natürlich der Eurovision Song Contest (ESC) fand am vergangenen Samstag statt. Eine Show, die aus 3-minütigen Liedern besteht, die von tollen Interpret*innen gesungen werden und gefühlt 10 Stunden geht.

Sexstreik, weil die Abtreibungsgesetze verschärft wurden. Ein Hoch auf die USA für ihre grandiosen Entscheidungen. Damit meine ich nicht nur die verschärften Gesetzte, die sich gegen das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1973 stellen.

Der Winter nimmt ein Ende und auf der Schlussgeraden wird noch mal alles mögliche in Bewegung gesetzt, um möglichst viel Content für den hungrigen Fan zu liefern. Nein, die Rede ist nicht von einer großen Schneeballschlacht mit allen Freund*innen und Kindern der Nachbarschaft, sondern von Game of Thrones (GoT) und dem bald bevorstehenden Ende der Serie. Aus diesem Anlass wird noch einmal kräftig auf die Franchise-Piñata eingedrescht, in der Hoffnung auf viele bunte Überraschungen. Ob das Ganze allerdings mit einem Lied von SZA, The Weekend und Travis Scott versehen werden muss, ist eher fragwürdig. Wirklich viel haben GoT und Hip Hop nichts gemeinsam, außer, dass Hip Hop und GoT gerade besonders viele Klicks im Netz bekommen. Das Lied wirkt auch nicht, als wäre die GoT Leidenschaft direkt aus den poetischen Herzen der Künstler*innen heraus geflossen, sondern eher so, als wollte man da schnell ein paar billige Klicks erzielen. Irgendwie wirkt die Mixtur hier wie ein Verrat an mindestens zwei Fankulturen.            

:fufu

Jede*r kennt den Klassiker „In einem unbekannten Land / Vor gar nicht allzu langer Zeit / War eine Biene sehr bekannt…‘‘ Als hätte Karel Gott gewusst, dass Bienen bald Geschichte sind. Die Menschheit ist schuld, dass unsere Kindeskinder in der Zukunft mit Bienensocken rumlaufen werden, wenn Bienen die neuen Einhörner sind. Aber um die vom Aussterben bedrohte Art zu retten, lassen sich die Unternehmen einiges einfallen. Supermärkte verkaufen Bienenhotels, Bayer das beste Glyphosat und Beyoncé ein Livealbum. Aber was rettet die Bienen nun wirklich? Ganz klar die Sum-Sum-Aktion von eurem Lieblingspornoportal – Pornhub! Auf dem Sexportal gibt’s nun „Beeporn“ – das Beste, was die Natur uns zu bieten hat und das for bee! Bis Mitte Mai bestäuben die Bienen zum Dirtytalk Eurer Lieblingspornodarsteller*innen die Flora und Fauna. Getreu dem Motto ,,Ihr wisst ja, wo die Kiddies herkommen, Ihr Schlingel.‘‘ Also schmeiss den Inkognitotab an, schaue „Married-couple‘s first bee-some“ und #beesexual.

:bena

Stell D ir vor, Du feierst Geburtstag, aber alle Gäste*innen finden Dich scheiße. So oder ähnlich könnte man beschreiben, was in Hamburg-Harburg passiert ist. Geladen hatte zwar nicht das unrühmliche Geburtstagskind, aber an anderen Orten wollten auch an der Elbe Neonazis am 20. April den Geburtstag ihres Idols Adolf Hitler feiern. Die örtliche NPD hatte geladen, um dem nationalsozialistischen Diktator zu gedenken. Und gekommen ist … Niemand. Naja, zumindest keine Neonazis. Je 300 Polizist*innen und Gegendemonstrant*innen erschienen am angemeldeten Startpunkt der Demonstration und standen sich die Beine in den Bauch. Von den NPD-Anhänger*innen ließ sich nicht einmal der Anmelder blicken. Wer so sehr in der Versenkung verschwindet, dass selbst die eigenen Demonstrationen nicht mehr besucht werden, sollte sich Gedanken über das eigene Image machen. Obwohl das bei der NPD so oder so miserabel ist. Als Grund für das Nichterscheinen gaben die norddeutschen Neonazis übrigens zeitliche Überschneidung an. Wenn das der Führer wüsste …

:juma

Ist das noch Country oder kann das weg? Wenn es nach den Billboard Country Charts geht, dann kann es weg. Naja, wenn du schwarz bist und Country machst. Lil Nas X geht es da nicht anders wie Nelly oder unserer Queen B – Beyoncé, die mit Daddy Lessons erst durch ein Feature mit den heiligen Dixie Chicks zu den Country Music Awards (CMA) eigeladen wurde. Country Musik ist eben weiß! Und wenn Du das nicht bist und meinst, mit einem Benjo, einer Geige, und einem „Yihaaaa“ über Cowboys zu singen, ist das alles nur kein Country. Da wird gepflegt drauf geschifft, dass die Musik ohne die Sklav*innen und Blues gar nicht existieren würde. Aber hey! Taylor Swift darf in allen Charts vertreten sein, denn die macht ja jetzt Popmusik und das ist immer Country genug, um bei den CMAs noch abzusahnen. Lil Nas X gönnt sich nicht nur Platz eins, sondern zwei Viral Hits. Dank Billy Ray Cyrus, der alle Elemente des „Countrysounds“ und vor allem genug Whiteness hat, was für die Rednecks nicht reicht, so lang Lil Nas X schwarz ist.    

:bena

Wie wunderschön doch der Semesterstart ist! Stau auf den Autobahnen, blockierte Einfahrten im Parkhaus, mehrfaches im Kreis gurken auf der Parkplatzsuche. Dabei alle fünf Parklücken wild gestikulierend und das Lenkrad anbrüllend eskalieren, nur weil irgendein Mensch mit überschaubaren Fähigkeiten im Abschätzen der eigenen Fahrzeuggröße schlicht zu dösig ist, die Abmessungen eines parkhausüblichen Stellplatzes zu kennen und der Meinung ist, er führe einen Panzer mit dem klangvollen Namen Maus (Abmessungen von 10 Metern Länge und 3,67 Metern Breite). Zur Hölle mit Euch Säcken! Ihr geht nicht nur mir gehörig auf den Senkel, sondern lockt auch das Ordnungsamt und die Abschleppdienste an die Uni und fuckt damit auch gehörig Eure Kommiliton*innen ab. Nicht, dass ich Euch das Autofahren verbieten könnte oder wollte, aber ich bitte Euch doch inständig, das Parken zu üben. Eine Stunde auf der Idiotenwiese kostet nur läppische 6 Euro und schont die Nerven Eurer Mitmenschen.          

     :ken

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