Kolumne

Kaffee wird besonders in der Klausurphase gern genossen, um die Aufmerksamkeit aufs Skript zu lenken. Doch auch in der Hochschulpolitik ist er ein gern genutztes Mittel. Nur dass in der heißen Phase der kalten Jahreszeit gern die Aufmerksamkeit auf die negativen Punkte der politischen GegnerInnen gelenkt wird.

Viereinhalb Jahre und 16 Millionen Euronen später: Der Bau der U35-Haltestelle Gesundheitscampus wurde offiziell abgeschlossen. Und was für eine wunderschöne Haltestelle – 90 Meter Dach, gebaut in DNA-Helixstruktur, und helle Gänge sollen das Thema „Gesundheit“ in der Architektur verankern.

„Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“ Der wohl klügste Satz des Christian Lindner seit „Probleme sind nur dornige Chancen.“ Und im Grunde tun uns die Marktradikalen… ähh -liberalen einen großen Gefallen, im vierten Jahr in Folge keine Regierungsverantwortung zu übernehmen.

Bürokratie ist den meisten Menschen unsympathisch, denn Paragraphen und Regeln, an die man sich halten muss, nerven uns oft zur Genüge. Vor allem, wenn diese keinen Sinn ergeben.

Macht die Transitorik des digitalen Zeitalters und die Ambiguität der Postmoderne es eigentlich noch möglich, einen konkreten Kunstbegriff zu definieren? Auf solche Fragen möchte man doch am liebsten antworten: Halt die Fresse, du Schnösel. Genau das macht The Square unter der Regie von Ruben Östlund.

Die Forschung an NRWs Unis wird in Zukunft echt bombig. Zumindest wenn es nach dem Willen der christlich-neoliberalen Landesregierung geht. Die Zivilklausel sei ein bürokratisches Hindernis und müsse demnach abgeschafft werden.

„Dortmund ist brandgefährlich“, verhießen die Schlagzeilen. Die MieterInnen der 413 Wohnungen des Hochhauskomplexes Hannibal II in Dorstfeld müssen räumen, denn Hannibal leckt da: Der Bau ist brandgefährdet. 

Sonst immer ganz flott in der Verwaltung der Social Media Accounts auf diversen Plattformen, lässt sich das Presseteam der Ruhr-Uni Bochum beim Thema Überplakatieren mehr als nur ein bisschen Zeit. Dass kommerzielle Veranstaltungen am Campus einen Platz bekommen, mag für den/die eineN okay sein, für den/die anderN der Kapitalismusstachel im Fleische der universitären Bildungsstätte.
Die Uni sollte in erster Linie den universitären Veranstaltungen Platz bieten. Dass Food Lovers überplakatiert, ist nicht das erste Mal. Darauf angesprochen mit einem „Schicken Sie doch ein Schreiben vom Anwalt“ zu reagieren, zeugt nicht nur von schlechten Manieren, sondern auch von miserabler Öffentlichkeitsarbeit und schlechter Kritikfähigkeit. 
Doch auch die Reaktion der RUB lässt zu wünschen übrig: Sich offiziell für die Belange von Studis einsetzen zu wollen, aber gleichzeitig nicht auf herangetragene Kritik zu reagieren, ist nicht besonders „social“ und gerade für die virtuellen Like-Ego-Boosts eher hinderlich als hilfreich.            

               :ken

Puerto Rico kann aufatmen, denn der große Präsident von Twitter … ähh, der Vereinigten Staaten von Amerika kam zur Rettung. Außerdem war der Tropensturm Maria auch keine „echte Katastrophe“, so die erste Orange im Weißen Haus. Hurrikan Katrina, das war eine Katastrophe. Aberhunderte tote AmerikanerInnen. Sehr traurig. Aber 32 tote Puerto-RicanerInnen? Darauf solle der zu den USA zählende Freistaat stolz sein. Warum? Weiß nur Trump.

Die RUB hat ihren ganz eigenen Sound, und der klappert auffällig gefährlich. Die älteren unter Euch erinnern sich noch an Super Mario und seinen Kampf gegen verschwindende Bodenplatten.

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