UNI:VERSUM
Von Campus-Sommerfest bis zu europäisch-türkischen Mauern
Come on, Studis, light my fire: Apokalyptisch-bezirzend erscheint Feuer(werks)kunst an der RUB und anderswo. Foto: evil flames

Heiße Sommerzeiten stehen an: Nach der letztjährigen Pause soll der Himmel über dem berüchtigten, brennenden Beton beim Campus-Fest wieder lichterloh erstrahlen. So manche Musikfans brennen dagegen in der Festivalsaison für die Beats und Riffs ihrer Lieblinge. Durchgebrannt sind auf der politischen Ebene EU und Türkei, an den Außengrenzen erlischt der Glaube an Menschenrechte. Wie man aus Feuer wieder Kohle machen kann, erfahrt Ihr zudem in der Fortsetzung unserer Studi-Job-Reihe.

:Die Redaktion

GründerCampus Ruhr: One step to self-employment
Successful idea: The two students Lukas Böhm and Crispin Müller won the contest with the idea of creating t-shirts out of sustainable materials. Foto: GründerCampus Ruhr

At Ruhr-University, the “GründerCampus Ruhr” is the interface between University and entrepreneurship. It aims to sensitise students for business purposes. In 2016’s competition of ideas, the two students Lukas Böhm and Crispin Müller won the contest with the idea of creating t-shirts made of sustainable materials. The €1,000 prize money is a good float “to grow slowly and stay fair”, said Böhm.

 

Vom Molekül zur lebenden Zelle
Vor wenigen Monaten noch eine Baustelle, jetzt ein fertiges Prestigeobjekt: das ZEMOS an der RUB. Foto: RUB, Nelle

Die meisten chemischen und biologischen Reaktionen finden in flüssiger Form statt. Erst durch Lösungsmittel  entstehen feste Bindungen. Diesen Prozess, die Solvatation, untersuchen ForscherInnen weltweit, und das bald auch intensiv an der RUB. Mit dem ZEMOS ist ein Forschungsbau entstanden, der nicht nur lokal einen der höchstmöglichen Standards erreicht sondern auchden Solvation Sciences ein Heim bietet.

 
Mehr Freiheiten bei der Auswahl

Bachelorstudis aufgepasst: Ab dem Wintersemester 2016/17 gibt es Änderungen in der Kreditierung des Optionalbereichs. Damit sollen die Studis mehr Freiheiten bei der Auswahl ihrer Kurse haben.

Feuer und Flamme für die Menschen
Brennt für seinen „Nebenjob“: Johannes Lührs macht beim Kollektiv Evil Flames mit. Foto: evil-flames

Als PyrokünstlerIn liefert man auf der Bühne nicht nur eine schöne Performance ab. Das Jonglieren mit den Fackeln lässt auch  Spielraum für kulturgeschichtliche Interpretationen und emanzipatorische Anliegen. Wir sprachen mit einem Ensemblemitglied des Kollektivs Evil Flames – Fire Company.

17.– 20. Mai an der RUB: 31. Internationaler Hegel-Kongress
Erkenne dich selbst und lasse dich von Hegel inspirieren. Foto: Hegel-Kongress 2016

Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel ist zuweilen als  schwer zugänglicher Metaphysiker verschrien. In Bochum will man sich nun den anthropologischen Perspektiven seiner Schriften widmen.

 

Vortrag von RUB-Doktorand: Die Situation der weiblichen Gefangenen während des Nordirlandkonfliktes
Wandgemälde für die Kämpferinnen der IRA in Belfast: Sinnbild für den Vortrag von Jan Freytag, hier mit Organisator Pascal Gluth (links) vom AStA. Fotoquellen: lux, Jan Freytag; Collage: kac

Wie geht Geschichtswissenschaft mit Geschlecht und Geschlechterfragen bei politischen Protesten um? Unter anderem dieser Frage ging Jan Freytag, Doktorand am Historischen Institut der RUB, am 4. Mai in seinem Vortrag „Weiblicher Gefängnisprotest im Rahmen des Nordirlandkonfliktes 1976–1986“ nach. Dieser bereitete auf den im Anschluss gezeigten Dokumentarfilm „Armagh Stories: Voices from the Gaol“ vor, in dem ehemalige Inhaftierte des Gefängnisses von Armagh von ihren Erlebnissen berichteten. Organisator war der AStA der RUB.

 
Nachwuchskampagne „praxisstart“ an der RUB
„Es gibt die KV!“: Ines Dickmann möchte Studierende über Möglichkeiten in der ambulanten Versorgung informieren. Foto: tom

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Herbst 2014 ins Leben gerufene Kampagne für angehende MedizinerInnen kommt am 31. Mai erneut mit einem Informationsstand an die RUB. Dipl.-Gesundheitsökonomin Ines Dickmann, Referentin für ärztlichen Nachwuchs und Initiatorin von „praxisstart“, erklärt im Gespräch mit der :bsz, was es mit dem Projekt auf sich hat. 

In trockenen Tüchern? Gesetzesänderung für Lehramtsstudierende nur vage
Die Latinumspflicht wurde beigesetzt: Darum wollen wir trinken – Ergo bibamus! Foto: flickr/stefan c (CC BY 2.0); Bearbeitung: ken/alx
Das Latinum wird für den Master of Education in eingen Fächern abgeschafft. Das beschloss der Landtag NRW letzte Woche im Rahmen der Änderung der Lehrerzugangsverordnung (LZV). In anderen Fächern wie Geschichte sind nur noch „Lateinkenntnisse auf dem Niveau des kleinen Latinums“ nachzuweisen. Für wen genau die Gesetzesneuerung gilt, welche Änderungen noch erhofft werden und wie die RUB die bewusst schwammige Formulierung umsetzen könnte, erfahrt Ihr auf hier. Man könnte sagen „Die Sache ist im Hafen“ oder, der Erinnerung wegen: „Res est in portu“.
 
:Die Redaktion
Der Campus geht architektonisch mit der Zeit
An der RUB wird gebaggert: Nachdem die zwei ältesten Gebäude der Uni abgerissen wurden, werden sie nun wieder aufgebaut. Foto: alx

Keine verstaubte Tradition, sondern der moderne Startschuss für etwas Neues. Die Grundsteinlegung für die neu entstehenden Gebäude IA, IB und GD am Montag war ein Festakt, der viele BesucherInnen in die I-Reihe lockte.

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