Studium & Campus
Rot-grüne Landesregierung will keinen müden Cent für Archäologie mehr ausgeben
Ruinen der alten Hörder Burg: Ohne archäologische Aufbereitung wäre der Phoenixsee um ein Denkmal ärmer. Foto: Wikimedia Commons / Rainer Halama (CC BY-SA 3.0)

Für eine minimale Entlastung des Landeshaushalts setzt die rot-grüne NRW-Regierung das kulturelle Erbe des Bundeslandes aufs Spiel: Ab 2015 sollen Archäologie und Bodendenkmalpflege nicht mehr vom Land unterstützt werden. Wissenschaftler­Innen, StudentInnen und PolitkerInnen zeigen sich öffentlich entsetzt über diese kurzsichtigen Pläne der Regierung. Der Fachschaftsrat Archäologische Wissenschaften der RUB ruft dazu auf, die Petition der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e. V. (DGUF) zu unterstützen.

Wenn Faulheit zur Krankheit wird, kann geholfen werden
An diese Stelle kommt ein Bild. Morgen.

In zwei Tagen ist die Hausarbeit fällig und das Blatt noch gähnend leer? Morgen steht die Klausur an und die Unterlagen sind noch unangetastet? Wer Fristen nur schwer einhalten kann, leidet möglicherweise weder an einem Mangel an Selbstdisziplin noch an Faulheit, sondern an chronischem Aufschiebeverhalten, der sogenannten Prokrastination.

Die GFPS-Städtetage finden nach Jahren wieder in Bochum statt
GFPS: Deutschland, Polen, Tschechien und Belarus wachsen zusammen. Grafik: koi

Im Interview erzählt :bsz-Redakteur Marek Firlej, warum er für die GFPS (Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa e.V.) die „Städtetage“ mitorganisiert und junge Menschen aus halb Europa in Bochum zusammenbringt. Unterstützt wird die Initiative dabei unter anderem vom RUB- AStA, dem FSR Germanistik und durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“.

In der Fakultät für Philologie droht Selbstabwicklung auf Raten
Erhält beim Kampf für den Erhalt ihres Faches prominente Unterstützung: Professor Karin Kleppin, Leiterin des Seminars für Sprachlehrforschung. Foto: RUB

Es klingt wie ein verfrühter Aprilscherz: In seiner letzten Sitzung des Wintersemesters beschloss der Fakultätsrat der Fakultät für Philologie der Ruhr-Uni die Absetzung des bundesweit einmaligen Master-Studiengangs Sprachlehrforschung (SLF). Dieser Beschluss erfolgte trotz ausgezeichneter internationaler Reputation des Faches sowie einer für Geisteswissenschaften bemerkenswert hohen jährlichen Einwerbung von ‚Drittmitteln‘ zu Forschungszwecken. Grund für den Einstellungsbeschluss seien von der Hochschulleitung an die Fakultäten weitergegebene Sparzwänge, um das aktuelle Haushaltsdefizit (die :bsz berichtete) zu kompensieren – allein die Fakultät für Philologie soll 533.000 Euro einsparen. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass das Rektorat seine Zustimmung zur Einstellung der SLF verweigert. Zudem gilt es zu prüfen, ob der Beschluss überhaupt Bestand haben kann: Offensichtlich hat die Fakultät im Vorfeld des Einstellungsbeschlusses des an keinem anderen Hochschulstandort vorgehaltenen Bildungsangebots nicht einmal Rücksprache mit dem Wissenschaftsministerium NRW gehalten.

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Umstrukturierung: Wenn nach dem 1. April Rauch aus dem Studierendenhaus kommt, muss das nicht unbedingt Feuer bedeuten. Foto: USch

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte die :bsz eine weitere Meldung aus dem Studierendenparlament (StuPa) über das online vermeldete Ergebnis einer ‚just in time‘ einberufenen außerordentlichen Sondersitzung: Mit überwältigender Mehrheit beschloss das StuPa laut AStA-Netzseiten die Umstrukturierung des Allgemeinen Studierendenausschusses der RUB und seiner angegliederten Betriebe. „Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen werden wir nun zum ‚reformierten Allgemeinen Studierendenausschuss‘ und benennen uns mit sofortiger Wirkung um“, heißt es dort. „Der ‚rAStA‘ ist geboren!“

Durchbruch nach vier StuPa-Sitzungstagen
Erhielt auch Stimmen der Opposition: Noureddine El Ghoulbzouri (IL) engagiert sich für die Belange ausländischer Studierender. Foto: Privat

Nachdem bereits die aktuelle AStA-Wahl zwei Tage in Anspruch genommen hatte (die :bsz berichtete), ist nun auch der Haushalt der Studierendenschaft nach zweitägiger Beratung im Studierendenparlament (StuPa) verabschiedet worden. Zwar verlief die Debatte sehr sachlich, jedoch durchaus kontrovers: Umstritten waren vor allem die Posten für Personalausgaben, Aufwandsentschädigungen für StudierendenvertreterInnen, die Unterstützungszuwendungen für Veranstaltungen der Studierendenschaft sowie steigende Aufwendungen für die AStA-Betriebe. Am vierten Sitzungstag wurde der Haushaltsplan der Studierendenschaft der RUB über insgesamt knapp 15.165.000 Euro (davon rund 13.242.775 Euro fürs Semesterticket) mit 19 zu 11 Stimmen verabschiedet. Zudem beschloss das StuPa eine neue Satzung und befasste sich unter anderem mit den Vorbereitungen des diesjährigen Campusfests.

Editorial: Die Ruhr-Universität Bochum begrüßt ihre neuen Studierenden
Das Sommersemster 2013: Herzlich willkommen an der Ruhr-Universität Bochum! Foto: ck

Einleitend möchten wir Euch als Redaktion der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (:bsz) recht herzlich auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum begrüßen. Die :bsz ist die älteste kontinuierlich erscheinende Studierendenzeitung der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1967 berichtet die Zeitung über aktuelle Themen auf dem und abseits des Campus. Zum Beginn eines jeden Semesters erscheint unsere Erstsemesterausgabe, die den Studierenden einen Einblick in das studentische Leben an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) geben möchte. In dieser Ausgabe findet Ihr ein Interview mit der ehemaligen AStA-Vorsitzenden und aktuellen nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Zudem möchten wir vorstellen, wie Ihr Euch an der RUB engagieren und wie Ihr Euren Unialltag und Eure Freizeit so abwechslungsreich und erfüllend wie möglich gestalten könnt.

Die studentische Stimme ist nicht zu unterschätzen – Wie können wir sie nutzen?
Nordforum: AStA vs. UV. Foto: Jacq

„Zwei mal drei macht vier / Widdewiddewitt und drei macht Neune / Ich mach mir die Welt / Widdewidde wie sie mir gefällt!“ So heißt es im berühmten Lied von Pippi Langstrumpf, der ewig jungen Rebellin. Studiert man an der RUB, kann man unumstößliche mathematische Wahrheiten zwar nicht so einfach nach Belieben umstoßen, wohl aber hat man eine ganze Menge Möglichkeiten, die Uni-Welt so zu gestalten, wie sie einem gefällt.
 

Die RUB bietet Vieles, für das es sich lohnt, die Uni zu schwänzen...
Kulturcafé und Studierendenhaus: Treffpunkt und Veranstaltungsort. Foto: Jacq

An der Universität ist man zum Lernen. Klar, hier wird der Grundstein für das berufliche Weiterkommen gelegt; hier gilt es, fleißig Creditpoints zu sammeln, Softskills zu erwerben, einen Abschluss zu bekommen. Doch bei der ganzen Lernerei darf eines nicht in Vergessenheit geraten: Die Jahre, die einE StudentIn an der Uni verbringt, sind auch ganz besondere im Leben eines jungen Menschen. Später, im Berufsleben, ist man meist um ein Vielfaches mehr eingespannt, hat mehr Verpflichtungen und wesentlich weniger Zeit, sich persönlich zu entfalten und Leidenschaften nachzugehen. Deshalb sollte die Zeit an der Uni auch für die schönen Dinge des Lebens nicht zu kurz kommen. Hier stellen wir Euch daher einige der schier unzähligen Möglichkeiten vor, die die Ruhr-Universität bietet, sich die Zeit zu vertreiben, Ablenkung und Zerstreuung vom Lernen zu erfahren und seinen Interessen nachzugehen.

Wahlmarathon im Studierendenparlament
Mit Humor durch den Wahlmarathon: Carsten Mielke (l.) gratuliert Tim Köhler zur Wahl. Foto: USch

Die Ruhr-Uni Bochum hat einen neuen AStA-Vorstand: Zunächst wurde Tim Köhler (Jusos) am Abend des 14. März mit 20 Stimmen zum Vorsitzenden gewählt, während Gegenkandidat Carsten Mielke von der Satireliste B.I.E.R., der die Kandidatenbefragung zur Talkshow machte, 12 Voten erhielt. Tags darauf wurde zunächst Christian Volmering von der Liste der „Naturwissenschaftler und Ingenieure“ (NAWI) in seiner bereits im Vorjahr ausgeübten Tätigkeit als Finanzreferent bestätigt, bevor das achtköpfige Gremium komplettiert wurde. Während sich die bei den letzten Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) bestätigte „Koalition der Mitte“ (Dirk Loose, NAWI) zuversichtlich zeigte, die Interessen der Studierendenschaft weiterhin effektiv und kompetent vertreten zu können, sparte die Opposition nicht mit Kritik. Umstritten ist vor allem die geplante Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für AStA-Ämter bei gleichzeitiger Senkung der ReferentInnenzahl von 38 auf 28.

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